Der Erfinder aus Wipperfürth will in der Vox-Show mit seiner Lösung für streichzarte Butter überzeugen.
ButterboardWipperfürther Daniel Muntean tritt bei „Die Höhle der Löwen“ an

In der „Höhle der Löwen“ präsentiert Daniel Muntean sein Butterboard.
Copyright: RTL/ Maurer
Jeder kennt das Problem: Morgens zum Frühstück holt man die Butter aus dem Kühlschrank, doch die ist hart wie Beton. Damit eine Scheibe Brot oder gar ein Croissant zu schmieren, ist schwierig bis unmöglich.
Daniel Muntean wohnt mit seiner Familie auf der Sanderhöhe in Wipperfürth. Der 44-Jährige ist Ingenieur und Butterliebhaber, er hat etwas entwickelt, dass Butter in nur 60 Sekunden von steinhart in streichzart verwandelt – das Butterboard. Und so geht's: Von der Butter schneidet man mehrere schmale Scheiben ab und legt sie mit der Breitseite auf ein Board.
Dann, wie bei einem Sandwich, kommt das zweite Board obendrauf. Leicht andrücken, und die Raumtemperatur wandert vom Board in die Butter. Auch einen Butterportionierer hat der Wipperfürther entwickelt. Mit seinem Produkt tritt Muntean in der Vox-Sendung in der sechsten Folge der aktuellen Staffel von „Die Höhle der Löwen“ an, die am Montag, 23. März um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird.
Ich bin Techniker, wenn ich auf ein Problem stoße, suche ich solange, bis ich eine Lösung finde
Das Besondere daran: Der Butterboard-Erfinder muss sich in einem sogenannten „Battle-Pitch “ gegen einen zweiten Gründer behaupten. Muntean tritt gegen Christian Nowak aus Hagen an. Der hat ein „Brot-Stöcki“ entwickelt, mit dem sich Stockbrot in minutenschnelle im Ofen herstellen lässt, das Lagerfeuer wird überflüssig. Jeder von beiden hat in dem „Battle“ nur 60 Sekunden Zeit, um die fünfköpfige Löwen-Jury zu überzeugen. Die besteht aus Frank Thelen, Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, und Gastlöwe Christian Miele.
Der Hagener Christian Nowak bietet 13 Prozent Firmenanteile und will dafür 10.000 Euro haben. Daniel Munteans Angebot lautet 30.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Nur einer von beiden, Nowak oder Muntean, kommt beim „Battle Pitch“ in die nächste Runde und darf sein Produkt ausführlicher vorstellen, der Verlierer fliegt raus. Und ohne zu viel zu verraten: Es wird hochemotional, Tränen fließen, und die Fernsehkameras halten voll drauf. Als ob das noch nicht reicht, wird alles mit dramatischer Musik untermalt.
Mit Physik gegen harte Butter
Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt Montean, wie alles angefangen hat. „Ich bin in Rumänien geboren, habe dort eine Ausbildung als Mechatroniker gemacht und studiert.“ Mit 25 Jahren kam er nach Deutschland, und arbeitet heute als Abteilungsleiter bei Escha in Halver. „Ich bin Techniker, wenn ich auf ein Problem stoße, suche ich so lange, bis ich eine Lösung finde“, sagte der Ingenieur.
Das Butterboard besteht aus zwei Aluminiumplatten, die mit einem lebensmittelechten Lack beschichtet werden. Der Rest ist pure Physik. Denn Wärme fließt immer vom Warmen zum Kalten, nie umkehrt. Das Butterboard hat Zimmertemperatur und gibt die Wärme an die eiskalte Butter ab.
Im Fernsehstudio klappte das nicht ganz reibungslos, weil die Butter zum Teil schon vorher aus dem Kühlschrank geholt worden war. „Das habe ich leider erst zu spät gemerkt“ sagt Montean.
Er glaubt an seine Erfindung, die er sich hat patentieren lassen, und ist gespannt, wie es nach der Ausstrahlung im Free-TV weitergeht. Auf RTL+ war die Folge schon vorab zu sehen, der Zugang ist allerdings kostenpflichtig.

