KommentarWarum die Bergisch Gladbacher Grünen beim Klimakonzept verzweifelt sind

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Photovoltaikanlage auf einem Dach eines kleinen Hauses.

Ginge es nach dem vorgestellten Klimaschutzkonzept, dann würden alle Dächer städtischer Einrichtungen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

Ausgerechnet bei einem Herzstück der Grünen Lokalpoltik fehlt dem Grün-Roten Bündnis eine Mehrheit. 

Der Klimawandel und die Folgen sind für viele Menschen immer noch etwas Abstraktes, und im Zweifel, ist das Thema auch gut zu verdrängen. Das ist, da hat die Grünen-Fraktionschefin Theresia Meinhardt recht, zum Verzweifeln.

Aber nicht jeder Cent, der unter der Überschrift „Gegen den Klimawandel“ ausgegeben wird, ist gut angelegtes Geld. Darauf darf, darauf muss das städtische Klimakonzept abgeklopft werden. Und nicht jeder, der das Konzept ablehnt, ist automatisch ein Leugner des Klimawandels.

Man darf auf die konkreten Vorschläge der Fraktionen gespannt sein

Deshalb darf man gespannt darauf sein, welche konkreten Veränderungen die anderen Fraktionen zum Klimaschutzkonzept einbringen werden.

Die Debatte, was eine Kommune sinnvoll gegen den Klimawandel beziehungsweise dessen Folgen tun kann, ist also berechtigt. Auf einem ganz anderen Blatt steht, wie die Abstimmung über das Klimakonzept laufen wird und welche politischen Folgen möglich sind.

Denn wenn ein Klimakonzept gegen Grün-Rot durchgesetzt wird, dann ist das wohl das Ende dieser Koalition. Was ist eine Koalition wert, wenn nicht das „Herzstück“ der eigenen Programmatik umgesetzt wird? Das ist wohl der Hauptgrund für die Verzweiflung der Grünen.

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