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FrauenberatungsstelleFrauenberatung im Kreis Rhein-Berg wird 40 Jahre alt

Die Frauenberatungsstelle für den Rheinisch-Bergischen Kreis wird 40 Jahre alt und hilft Frauen bei Krisen und Gewalterfahrungen.

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Gemeinsam stark: Seit 40 Jahren steht die Frauenberatungsstelle Frauen in schwierigen Lebenslagen zur Seite.

Die Allgemeine Frauenberatungsstelle und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt für den Rheinisch-Bergischen Kreis wird 40 Jahre alt. Was 1986 als Frauenzentrum in der Gartenstraße in Bensberg mit zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen begann, ist heute eine kreisweit arbeitende Anlaufstelle für Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Geleitet wird sie von Magdalene Holthausen.

Sechs Jahre nach der Gründung wurde die Einrichtung in die Landesförderung aufgenommen und damit als Allgemeine Frauenberatungsstelle anerkannt. 1995 zog sie an die Hauptstraße 182 in Bergisch Gladbach, 1998 erhielt sie ihren heutigen Namen als Beratungsstelle für den gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis. Seit 2003 sitzt sie in größeren Räumen an der Hauptstraße 155.

Ein entscheidender Schritt folgte 2005: Nach neuen Landesrichtlinien übernahm die Einrichtung zusätzlich die Interventionsberatung nach dem Gewaltschutzgesetz. Seither trägt sie auch den Zusatz „Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt“. Frauen, die Gewalt erleben oder in anderen Krisen stecken, finden dort Unterstützung.

Online-Beratung und enge Kooperation mit der Mädchenberatung

2008 kam die Online-Beratung hinzu. Zwei Jahre später zog die Mädchenberatungsstelle des Vereins „Frauen stärken Frauen“ mit in die Räume ein. Daraus entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit: Beide Einrichtungen nutzen unter anderem eine gemeinsame Online-Beratung, arbeiten fachlich zusammen und treten gemeinsam an die Öffentlichkeit.

2014 veranstaltete die Beratungsstelle eine Fachtagung über häusliche Gewalt gegen Frauen mit Zuwanderungsgeschichte. Zum 30-jährigen Bestehen zeigte sie 2016 die Ausstellung „Warnsignale – und das soll Liebe sein?“. Eine von der Beratungsstelle initiierte Selbsthilfegruppe für Frauen mit Essstörungen kam ab 2018 regelmäßig zusammen.

Margarete Holthausen.

Auch während der Corona-Pandemie blieb die Einrichtung erreichbar. Gemeinsam mit der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt informierte sie über die Möglichkeit einer anonymen Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt.

Kampagnen gegen Gewalt

2023 beteiligten sich Frauen- und Mädchenberatungsstelle an der Kampagne „Orange The World“ gegen Gewalt an Frauen. Im Bensberger Cineplex zeigten sie zudem den Film „Embrace – Du bist schön“ als Zeichen gegen Beleidigungen wegen des Aussehens. Ein Jahr später trugen sogar Brötchentüten die Botschaft der Beratungsstelle in den Alltag: „Auch du bist stark“ lautete der Slogan.

Das heutige Angebot

Heute reicht das Spektrum, für das Holthausen und ihr Team Ansprechpartnerinnen sind, von schwierigen Lebenssituationen bis zu Gewalterfahrungen. Die psychosoziale Beratung soll Frauen helfen, Probleme zu klären und eigene Lösungen zu entwickeln. Auch Vertrauenspersonen und Fachkräfte können sich an die Beratungsstelle wenden. Beratung gibt es persönlich und telefonisch, online oder per Video. Hinzu kommen regelmäßige Außensprechstunden in allen Kommunen des Rheinisch-Bergischen Kreises.

So erzählt das Jubiläum von vier Jahrzehnten, in denen sich nicht nur die Beratungsstelle, sondern auch die Wege verändert haben, auf denen Frauen Hilfe suchen und erhalten können. Aus dem kleinen Frauenzentrum von 1986 ist eine kreisweit vernetzte Fachstelle geworden. Geblieben ist der Grundgedanke: Frauen sollen mit Problemen, Krisen und Gewalterfahrungen nicht allein bleiben.

Die Allgemeine Frauenberatungsstelle und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt ist an der Hauptstraße 155 in Bergisch Gladbach zu finden und unter (02202) 45112 erreichbar. Träger ist der Verein „Frauen stärken Frauen“. (wg)