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E-MobilitätIn Bergisch Gladbach stellt Hochtief Ladepartner in Kürze 72 Ladepunkte bereit

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Sechs Menschen stehen neben einem Auto, im Hintergrund eine Ladesäule.

Gruppenbild mit Ladesäule: Das Infrastruktur-Unternehmen Hochtief Ladepartner hat seine ersten Ladesäulen in Bergisch Gladbach in Betrieb genommen. Bürgermeister Marcel Kreutz (l.) und der Erste Beigeordnete Ragnar Migenda (3.v.r.) freuten sich mit weiteren Vertretern der Stadt und Hochtief-Geschäftsführer.

Hochtief Ladepartner stellt in Kürze 72 Ladepunkte an 36 Standorten in Bergisch Gladbach bereit

Der Name ist bislang primär als Baukonzern bekannt, jetzt ist er vermehrt auch auf E-Ladesäulen in der Stadt zu sehen. Die Essener Hochtief Ladepartner GmbH betreibt bereits 14 Ladesäulen in der Kreisstadt. Weitere folgen in Kürze, so dass es insgesamt 36 Standorte mit 72 Ladepunkten geben wird. Diese gute Nachricht für die E-Mobilität in Bergisch Gladbach überbrachten Vertreter der Stadt und des Unternehmens gestern gemeinsam in Paffrath. Insgesamt nimmt Hochtief Ladepartner „einen mittleren sechsstelligen Betrag“ für die 36 Ladesäulen in die Hand.

Um das Angebot von Lademöglichkeiten in der Stadt zu beschleunigen, verzichtet die Stadt aktuell noch auf Sondernutzungsgebühren der Anbieter, erklärt  Sebastian Höller. Er kümmert sich bei der Stadt um den Bereich Mobilitätsdatenmanagement und Elektromobilität, insbesondere (öffentliche) Ladeinfrastruktur. Zudem hat die Stadt dem Anbieter eine Sondernutzungserlaubnis für mindestens acht Jahre erteilt. Solange darf Hochtief Ladepartner die Flächen verbindlich und zur Förderung des Ausbaus der Elektromobilität für den Betrieb der Ladeinfrastruktur nutzen.

Die neuen 22 kW-Lademöglichkeiten werden in Wohngebieten bereitgestellt

Den ersten Kontakt mit dem Anbieter gab es vor mittlerweile fünf Jahren. Das digitale Genehmigungstool der Kommune habe den Prozess beschleunigt, heißt es bei der Stadt.

Die neuen 22 kW-Lademöglichkeiten werden vor allem in Wohngebieten und auf Parkplätzen bereitgestellt. Für die Standortwahl hat Hochtief Ladepartner Verkehrsflüsse oder lokale Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen analysiert und die Ergebnisse mit dem interkommunalen Ladeinfrastrukturkonzept des Rheinisch-Bergischen Kreises zusammengeführt. Ziel sei es gewesen, die aktuellen und zukünftigen öffentlichen Ladebedarfe bestmöglich zu decken.

Wird nur ein Fahrzeug geladen, sind bis zu 22 Kilowatt pro Ladepunkt möglich

Damit werde die Ladeinfrastruktur dort bereitgestellt, wo sie im Alltag gefragt ist – etwa in Wohngebieten mit hohem Anteil an Mehrfamilienhäusern, wo E-Autofahrer keine eigene Ladestelle (Wallbox) installieren können. Werden zwei Fahrzeuge gleichzeitig an den AC-Ladesäulen geladen, ermöglicht jedes Kabel elf Kilowatt. „Dank eines intelligenten Lastmanagements sind im Einzelbetrieb sogar bis zu 22 Kilowatt pro Ladepunkt möglich“, verspricht der Betreiber.

Der Ladesäulen-Typ sei robust, bei Wind und Wetter erprobt und die Zuverlässigkeit sei von eigenen Mitarbeitenden vorab getestet worden. Nutzerinnen und Nutzer können den Strom fürs Auto per App, Ladekarte oder per QR-Code mit Kreditkarte zahlen. Über den QR-Code ist auch der Strompreis abrufbar, der aktuell 52 Cent pro Kilowattstunde beträgt.