Der große Markt am Schloss Homburg nahe Nümbrecht beginnt am 1. Mai. Berliner Band „Tanzwut“ macht Musik.
Schloss HomburgDas Mittelalter steht in den Startlöchern

Die Organisatoren erwarten wieder viel Besuch.
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Allen, die des Lesens mächtig sind, sei hier das mittelalterliche Spektakulum zu Schloss Homburg angekündigt! Dieses wird sich, wie es gute Tradition ist, zum Maifeiertag in voller und vor allem bunter Pracht entfalten. Starten wird der Mittelalterliche Markt, organisiert durch den Verein „Kramerey und Kurzweyl“ und Andreas Tabor als Veranstalter, schon zur Walpurgisnacht. Am Donnerstag, 30. April, findet vormittags mit rund 1000 Kindern ein schulpädagogischer Tag statt, dann beginnt um 16.30 Uhr das Walpurgisfest.
Ein Fest, das in diesem Jahr von einem Konzert der Berliner Band Tanzwut gekrönt wird, die mit drei Dudelsäcken und Schlagzeug ein extra auf die Schlosskulisse in Nümbrecht abgestimmtes Programm mit musikalischen Gästen spielen wird. „Das wird in jedem Fall einzigartig“, verspricht Jürgen Körber alias Herold Walther von der Pferdeweide, der fanfarenblasend seit ungezählten Jahren wichtige Botschaften verkündet. Übrigens ist auch die Rembold-Bühne, die Tanzwut einweiht, frisch entstanden. Dank der Unterstützung der Kölner Dr.-Jürgen-Rembold-Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements konnte sie passgenau angefertigt werden.
Robin Hood hält in Nümbrecht einen Vortrag
Sänger Teufel und seine Mannen werden aber nicht nur ihr geschätztes Publikum zu Walpurgis in Tanzwut versetzen, sondern auch während der Markttage als „Theatrum Diaboli“ mit Marionetten alten Märchen neues Leben verleihen. Drama ist garantiert, wenn im Kampf Gut gegen Böse nicht nur Skelette an Fäden für wohlige Gänsehaut sorgen. Apropos Skelette: Als Gast hält Thomas Samek in seiner Rolle als Robin Hood am Wochenende Vorträge zum Thema „Vom Schwert zum Florett“. Der Hamburger Arzt ist ein Fan der Musketiere und freut sich, dass vor kurzem erst in der Nähe von Maastricht das Grab von D'Artagnan gefunden wurde, inklusive Skelett.
Neben dem Waffenexperten gibt es auch Fachleute der Handwerkskünste, die zum Teil, vor allem den kleinen Mittelalterfans, die Möglichkeit geben, das Töpfern, Besenbinden oder Spinnen auszuprobieren. Töpfer Udo und Besenbinder Ferry sind in diesem Jahr ebenfalls neue Gäste des Marktes. Barbara Degener vom Vereinsvorstand sorgt als Äbtissin Adelheid dafür, dass die Gottesfurcht nicht vernachlässigt wird, immerhin hat schon eine Hexe angekündigt, zur Walpurgisnacht ihr Unwesen zu treiben und die Zukunft vorherzusagen.
Degener ist es ein Anliegen, die ehrenamtlich Helfenden in den Mittelpunkt zu rücken: „Ohne diese Menschen mit ihrem Einsatz, ihren Ideen und ihrer Leidenschaft würde der Markt nicht funktionieren!“ Es braucht aber noch mehr, wie Vorstandsmitglied Marie Brück betont. „Wir haben eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, denn trotz der finanziellen Unterstützung der Kulturstiftung Oberberg und weiterer Sponsoren, braucht es Mittel, um die Kosten für das Kinder-Kulturprogramm zu stemmen.“
Der Eintritt zum Markt kostet zehn Euro. Die Öffnungszeiten sind: Freitag, 1. Mai, und Samstag, 2. Mai, von 11 bis 20 Uhr, Sonntag, 3. Mai, von 11 bis 19 Uhr.
