Im kommenden Jahr soll der Aldi-Markt auf der Bensberger Straße fertig sein – inklusive Tiefgarage, Wohnungen und Spielplatz auf dem Dach.
NeubauIn Heidkamp entsteht ein etwas anderer Aldi-Markt

Wo einmal die Milchsammelstelle war, wird nun ein Aldi gebaut.
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Die Bauarbeiten des neuen Aldi-Marktes auf der Bensberger Straße in Heidkamp sind in vollem Gange. Es wird gebohrt und gehämmert, überall stehen Paletten und Holzstreben herum, auf dem Boden finden sich allerlei bunte Kabel und allerhand kleine Holzstücke, für die es wohl keine Verwendung mehr gibt. Anfang nächsten Jahres sollen der Markt, die darüber gelegenen Wohnungen und auch die Tiefgarage laut Tom Ritzdorf, Director Real Estate (deutsch „Direktor für Immobilien“) Aldi Süd, fertig sein.
„2018 haben wir hier angefangen und seitdem haben alle konstruktiv mitgearbeitet. Es war ein schönes Miteinander“, sagte Ritzdorf und bezog sich damit sicherlich nicht nur auf die Mitarbeiter vor Ort in Heidkamp, sondern auch auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Bergisch Gladbach. Denn die hatte sich mit dem Bauträger darauf geeinigt, dass der neue Aldi-Markt nach dem Vorbild der ehemaligen Milchsammelstelle Heidkamp gebaute werden sollte. „Wir wollten das Historische des Standorts erhalten“, fügte Ritzdorf hinzu.
Es war uns wichtig, die Versorgungslage der Heidkamper zu erhalten.
„Aldi ist bewusst auf den Standort eingegangen“, sagte Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter, bei einer Besichtigung der Baustelle. „Es war uns wichtig, die Versorgungslage der Heidkamper zu erhalten.“

Bei einer Begehung der Baustelle waren auch Bürgermeister Frank Stein (3.v.l.) und Erster Beigeordneter Ragnar Migenda (2.v.l.) anwesend.
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Und die erscheint in der Umgebung des neuen Aldi-Marktes momentan eher prekär, wie auch Bürgermeister Frank Stein (SPD) betonte: „Aktuell ist hier Wüste.“ Ein Netto-Discounter hatte einige Zeit seine Verkaufsflächen in der ehemaligen Milchsammelstelle. Dieser schloss aber bereits vor rund vier Jahren.
Der Aldi-Markt könnte zu einem neuen „Identifikationspunkt“ werden
Nun soll der neue Aldi-Markt im kommenden Jahr die Nahversorgung wiederherstellen und den Bürgerinnen und Bürgern längere Auto- oder Busfahrten für einen Einkauf ersparen. Und, wenn es nach Migenda geht, ein neuer „Identifikationspunkt“ für die Anwohner vor Ort werden. „Das alte Objekt, die Milchsammelstelle, war für die Heidkamper ein Ort der Ruhe und Identifikation. Das neue Objekt kann dies vielleicht wieder ermöglichen“, so der Erste Beigeordnete.

Auf dem Dach soll ein Spielplatz entstehen.
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Dazu beitragen werden sicherlich die 17 Wohnungen und auch der Spielplatz, der auf einer Fläche zwischen den Wohnungen oben auf dem Gebäude geplant ist und zu dem es von den Dachterrassen der Wohnungen einen Zugang geben soll.
Ein konkreter Termin für die Eröffnung steht noch nicht fest
„Hier soll alles begrünt werden und auf die Dächer kommen Photovoltaikanlagen“, sagte Migenda mit Blick auf den geplanten Spielplatz, der momentan noch ein grauer Betonboden ohne Spielgeräte ist. „Architektonisch ist dies ein spannender Standort“, fügte Bürgermeister Stein hinzu.
Während die Vermietung der Wohnungen laut Ritzdorf bereits in kommenden Monat starten wird, gibt es noch keinen konkreten Termin für die Eröffnung des Aldi-Marktes. Er soll etwa 1135 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Das Kühlhaus steht bereits, ansonsten ist der geplante Markt noch recht leer. Auch soll es ober- und unterirdische Parkplätze für die Kundinnen und Kunden geben, sowie eine Bäckerei, die laut Ritzdorf in das Gebäude einziehen wird, sobald es fertig ist. Geht die Rechnung von Aldi auf, wird das dann im kommenden Frühjahr geschehen.