Hinter der ins Auge fallenden Kampagne steckt die Sorge der Akteure, dass der Klimaschutz in Bergisch Gladbach an Bedeutung verliert.
PlakataktionKlimafreunde Rhein-Berg warnen auf 22 Werbetafeln vor Klimakatastrophe

Mit 22 ins Auge fallenden Plakaten warnen die Klimafreunde Rhein-Berg vor Rückschritten beim Klimaschutz.
Copyright: Klimafreunde Rhein-Berg
Die Klimakatastrophe macht keine Pause!“, steht in unübersehbaren, großen Buchstaben auf den XXL-Plakaten zu lesen. Die Klimafreunde Rhein-Berg haben eine außergewöhnliche Kampagne gestartet, um in der Stadtgesellschaft auf den dringenden Handlungsbedarf beim Klimaschutz aufmerksam zu machen. Gut sichtbar platziert, auf Werbetafeln an exponierter Stelle.
Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger zum Mitdenken zu ermutigen. Hinter der Aktion steckt die Sorge, dass der Klimaschutz in der Stadt immer mehr an Bedeutung verliert. „Wir beobachten Rückschritte beim Klimaschutz und Tendenzen einiger politischer Kräfte, die angestrebte Klimaneutralität hinauszuschieben und im Namen des Wirtschaftswachstums ein Weiter-So zu propagieren“, kritisiert Vereinsvorsitzender Stefan Häusler.
22 Poster warnen vor der Klimakatastrophe und ihren Folgen
Zu sehen sind die 22 Poster bis zum 16. Februar in Schaukästen sowie als Plakate an Bushaltestellen und Hauptverkehrsstraßen im Zentrum von Bergisch Gladbach, aber auch in Schildgen, Frankenforst, Refrath und Bensberg. Das von Panik gezeichnete Gesicht eines Jungen auf orangefarbenem Hintergrund, die wütende Grimasse eines Mädchens auf azurblauem Background – letzteres Motiv wird ergänzt mit der Aufforderung: „Frau Wirtschaftsministerin, erklären Sie das mal unseren Kindern und Enkeln!“
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Die Bilder mit den Kindern sind als Appell an die Erwachsenen und die lokale Politik gedacht, Verantwortung zu übernehmen und eine lebenswerte Zukunft für die kommende Generation sicherzustellen. Angesichts der näher rückenden Klimakatastrophe bezeichnet Häusler die Zielvorgabe der EU, Klimaneutralität erst 2050 zu erreichen, als „unselig“.
Solar- und Windenergie dürften nicht ausgebremst werden
Zudem kritisieren die Klimafreunde in ihrer Pressemitteilung, dass sich einige Maßnahmen negativ auf das Klima auswirken würden. Neue, teure Gaswerke würden geplant. Das Bundeswirtschaftsministerium setze auf fossile Stromerzeugung mit CO2-Ausstoß. Solar- und Windenergie würden ausgebremst, zählt Häusler auf: „Es gilt, Kinder haften für ihre Eltern.“
Bereits im November 2025 haben Aktive des Vereins mit Mahnwachen in der Fußgängerzone an die Notwendigkeit erinnert, den Klimaschutz nicht aus den Augen zu verlieren. Der Verein Klimafreunde Rhein-Berg freue sich über Mitstreiter, sagt Häusler. www.klimafreunde-rheinberg.de

