Die musikalische Komödie wird am 16. April 2026 im Bergischen Löwen aufgeführt. Die Idee zum Stück entstand im Tourbus.
TheaterStefanie Hertel bringt „Ganz Paris träumt von der Liebe“ auf die Gladbacher Bühne

Die Plakate hängen schon: Stefanie Hertel bringt mit ihrem neuen Theaterstück „Ganz Paris träumt von der Liebe“ ein bisschen Paris in den Bergischen Löwen.
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Paris ist die Stadt der Liebe. Doch Liebe kann viele Formen annehmen – und manchmal auch einen anderen Weg gehen als erwartet. Mit dem erfolgreichen Theaterstück „Ganz Paris träumt von der Liebe“ bringt Stefanie Hertel gemeinsam mit ihrer Crew Pariser Flair in den Bergischen Löwen nach Bergisch Gladbach. Am 16. April 2026 entführt das Stück das Publikum in eine humorvolle Liebesgeschichte.
Bereits 2024 und 2025 tourte die Gruppe mit ihrem Stück durch Deutschland. Nun kehrt die Musiktheater-Komödie auch 2026 wieder auf die Bühnen zurück. Stefanie Hertel, die als Schauspielerin, Produzentin und Autorin am Stück mitwirkt, erzählt, dass schon lange geplant gewesen sei, auch in diesem Jahr wieder auf Tour zu gehen. Eine solche Produktion sei mit großem Aufwand verbunden: Neben Organisation und Vorbereitung gehören auch wochenlange, tägliche Proben dazu. Am liebsten würde die Gruppe daher mit dem Stück quer durch Deutschland reisen.
Boulevardstück mit Pariser Flair
Die Rom-Com spielt in den 60er-Jahren. Im Mittelpunkt steht die Figur Gaby, die zur perfekten Frau an der Seite des französischen Präsidenten werden soll. Doch ausgerechnet am Tag ihrer Hochzeit trifft sie eine lebensverändernde Entscheidung und taucht aus Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben unter. Von da an beginnt für sie eine aufregende Reise mit Höhen und Tiefen, auf der sie unter anderem einem amerikanischen Geschäftsmann begegnet.
Stefanie Hertel, die selbst die Rolle der Gaby spielt, sieht ihre Figur als moderne Frau. Für die damalige Zeit treffe sie eine mutige Entscheidung. Das Stück verbinde den Charme der 60er-Jahre mit der Gegenwart und zeige, wie wichtig ein selbstbestimmtes Leben sein kann. Dass aus der Idee zu einem eigenen Stück tatsächlich Realität wurde, ist für Hertel etwas ganz Besonderes: „Es ist wie ein Baby, das man zur Welt bringt.“
Die Idee entstand im Tourbus
Die Idee entstand 2022 im Tourbus, wo sich Stuart Sumner, Rebecca-Lara Müller, David-Jonas Frei, Sascha Hödl und Stefanie Hertel kennen und schätzen lernten. Als die anfängliche Euphorie auch Wochen nach der Tour noch anhielt, wurde ihr klar, dass dieses Projekt wirklich funktionieren könnte. Für sie war es ein besonderer Moment, als schließlich feststand: „Wir machen das.“
Die Gruppendynamik beschreibt sie als sehr harmonisch. Zwar könnten Freundschaften unter intensiver Zusammenarbeit leiden, doch in dieser Gruppe seien Respekt, Pünktlichkeit und ein faires Miteinander selbstverständlich. Nach mehreren Jahren gemeinsamer Arbeit, Touren und Proben sei das Ensemble zu einem eingespielten Team geworden. „Wenn wir uns wieder eingrooven, uns gegenseitig in den Arm nehmen und uns darauf freuen, auf die Bühne zu gehen, ist das immer ein wunderschöner Moment“, erzählt die Sängerin.
Schauspielerin, Autorin und Produzentin
Bei dem Stück ist Stefanie Hertel gewissermaßen drei in eins: Sie steht nicht nur auf der Bühne, sondern ist auch Autorin und Produzentin. Besonders herausfordernd sei dabei das Zusammenspiel dieser Rollen. Nach dem Auftritt müsse sie auch hinter der Bühne im Blick behalten, ob alles läuft. „Ich bin quasi Chefin und Kollegin zugleich – das ist manchmal schwer.“ Unterstützung bekomme sie dabei vor allem von ihrem Team.
Den Schritt von der Volksmusik zum Musical hat Stefanie Hertel vergleichsweise spät gemacht. Seit rund 40 Jahren steht sie auf verschiedenen Bühnen und sagt, gerade der Wechsel zwischen unterschiedlichen Genres halte ihre Leidenschaft lebendig. Nach einer Theater-Tour sei es erfrischend, wieder Volksmusik zu machen – und umgekehrt.
Ein Musical zu spielen war lange Stefanie Hertels Traum
Ein Musical zu spielen war lange ein Traum der heute 46-Jährigen. 2013 übernahm sie ihre erste Rolle im Stück „Vom Geist der Weihnacht“, das war der erste Schritt in diese Richtung. Danach fehlte zunächst die Zeit, sich intensiver dem Theater zu widmen. Erst während der Corona-Pandemie konnte sie sich stärker darauf konzentrieren. Mit Produktionen wie „Avanti! Avanti!“ und später einer Rolle im Musical Mamma Mia! wurde ihre Begeisterung für das Theater endgültig gefestigt.
Für die Zukunft bleibt Stefanie Hertel offen. Sie lasse vieles auf sich zukommen, weil sie wisse, dass immer wieder neue, schöne Projekte entstehen können. In diesem Jahr kommt das Stück in noch einmal überarbeiteter Form auf die Bühne. Von Tour zu Tour entwickle sich vieles weiter, erklärt Hertel. Nach einer längeren Pause müsse sich das Ensemble wieder neu in das Stück und die Rollen hineinfinden, dabei entstünden oft neue Ideen.
Ein kleiner Vorgeschmack: Bei der diesjährigen Tour soll ein neuer Song eingebaut werden. Welcher das ist, bleibt vorerst geheim. Das schwungvolle Stück soll das Publikum mit bekannten Melodien mitreißen und für gute Laune sorgen. Stefanie Hertel sieht es als ihre Aufgabe als Künstlerin, die Menschen, wenn auch nur für einen Abend, aus ihrem Alltag zu holen. Das Stück entführt die Zuschauerinnen und Zuschauer nach Paris und lässt sie eine Welt voller Spaß, Leidenschaft und Liebe erleben. www.bergischerloewe.de

