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Kommentar zu Gladbachs Strom„Vor den Augen der Bürger Geld verbrannt“

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Dampf und Rauch steigt im Gegenlicht aus dem Braunkohlekraftwerk Niederaußem auf. (Symbolbild)

Bergisch GladbachDie genauen Zahlen rund um den Stromverbrauch der Stadt Bergisch Gladbach liegen nicht vor. Ein Tatbestand, der für sich Bände spricht. Aber die Stadt mit all ihren Gebäuden und Eigenbetrieben ist ein sehr, sehr großer Stromkunde. Zumindest so viel ist sicher. Und genauso sicher ist, dass jeder Betrieb – ach was, jeder Privathaushalt – mit Sicherheit bei der Beschaffung von Strom besser als die Stadt organisiert ist.

Vor den Augen der Politik und der Bürger wird hier jeden Tag Geld verbrannt. Erst Anfang 2023 soll das aufhören – so jedenfalls der Zeitplan. Ob das klappt, bleibt auch noch abzuwarten. Ja, es ist richtig, dass ein kompliziertes Ausschreibungsverfahren der Stadt die Hände bindet, aber eine ausreichende Erklärung ist das nicht. Ihren Stromverbrauch müsste die Stadt doch schon seit Jahren genau im Blick haben. Wissen, wo die Stromfresser sind, und Strategien entwickeln, um Strom zu sparen.

Wenigstens eine positive Folge der Insolvenz

Und genauso müsste es für die Stadt doch völlig normal sein, bei der Beschaffung – nicht nur von Strom – nach den preisgünstigsten Möglichkeiten zu suchen. Am besten im Verbund mit anderen Kommunen und/oder dem Kreis. Stattdessen agiert die Stadt Bergisch Gladbach bisher nach der Devise „Wir sind zu arm, um billig zu kaufen“.

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Die Debatte um die Ausschreibung beim Strom zeigt, dass bisher an den falschen Stellen gespart wurde. Das Geld für ein professionelles Beschaffungsmanagement würde sich sehr schnell rentieren. Wenn es etwas Positives an der Insolvenz des bisherigen Stromlieferanten gibt, dann dies: Endlich wird das alte System grundsätzlich in Frage gestellt.