Am Karnevalssamstag (14. Februar) feierten die Kürtener ihren großen Karnevalslindwurm.
KarnevalszugKürten feiert mit Kobolden und Glückspilzen

Jecke mit Tentakeln machten den Zugweg unsicher
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„Mer dun et för dat Dorp“. Trotz der Kälte und der sanft herabfallenden vereinzelten Schneeflocken. Das Motto steht. In Köln – behaupten böse Zungen - würde das schon zum Verkehrschaos führen. Doch in Kürten trotzen die Jecken unerschrocken dem Wetter und erreichen ihre Höchstform. „Besser Schnee als Regen! “ ruft ein jecker Wagenengel. Und er hat recht. Der Zugweg ist voll. Die bekannten Hotspots an der Kirche und entlang der gesamten Bergstraße sind dicht gedrängt mit lautstark feiernden Narren.

Die Kürtener Lüüs in Aktion
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Die Teilnehmenden sind genauso gut drauf wie die Jecken am Wegesrand, die unermüdlich nach Kamelle rufen. Einige haben sogar kleine Trommeln dabei, deren lauter Wirbel die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Neben mir überreicht ein Jeck seinem Bekannten am Wegesrand einen kleinen Schwamm, vielleicht acht Zentimeter groß. „Hier, für die Autopflege“, sagt er lachend.

Ballons in allen Farben beim Umzug
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Beide brechen in herzhaftes Gelächter aus. Freund getroffen, Spaß gehabt und einen Schwamm bekommen – was will man mehr? Kaum ist der Musikverein Einigkeit Olpe vorbeigezogen, und die Musik klingt noch in den Ohren nach, da füllt sich die Straße mit pinken und rosa Tentakeln. Die „Fründe und de Pänz“ tauchen auf: „Kein Clown ohne Anemone - mir dun et für et Riff“ lautet ihr Motto.
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Auch die Jecken Kids machten mit
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Die Bergstraße wird schwarz-gelb. „Loss mer singe, danze, lache – Die Jecken Kids sind immer dobei! “ heißt es. Sie drehen sich kurz um und man sieht sie vor der malerischen Dorfkulisse von Kürten lachen. Ein herrliches Bild. Nachdem die Ballonfahrer (Die Dorfjecken) mit hunderten Luftballons beladen vorbeigeschwebt sind, der Musikverein Kürten mit handgemachter Musik begeistert hat, der Sonderwagen mit den Prinzenpaaren und dem Vorstand des Kürtener Karnevalsvereins sowie die Wagen von Mellsäck und der Großen KG Olpe ihre Kamelle dem närrischen Volk zugeworfen haben, erscheinen rothaarige Kobolde auf dem Wagen und zu Fuß.
Glückspilze laufen auch mit
„Hurra, Hurra der Kobold mit dem roten Haar. - Hurra, Hurra ne Küerter Jeck na klar! “ schallt es aus den Lautsprechern. Alle singen lautstark mit. Die „Glückspilze“ sehen aus wie giftige Fliegenpilze, doch sie lachen freundlich und sind bestens gelaunt: „Jlöckspilz för dat Dörp“ ist ihr Motto. Scheinbar eine ganz und gar ungiftige Art. Ziemlich zum Schluss kommen die „Kürtener Lüüs“. Sie begeistern nicht nur in den Sälen, sondern auch beim Zug: Hebefiguren auf offener Straße.
Die Strümpfe der Tanzoffiziere sind vollgestopft mit den Strüßjer ihrer Tanzpartnerinnen. Der Karnevalszug erreicht das Tal. Es schneit nicht mehr. Und die Stelle, an der manchmal Omnibusse den Hang hinunterrutschen, ist gemeistert. Ausgelassen geht es weiter durch die Gemeinde.


