Dass entlang der Unfallstrecke im Dürschtal bei Kürten-Dürscheid seit Jahren Schutzplanken fehlen, ist ein Unding, meint unser Autor.
Unfallstrecke in KürtenLandesbetrieb lässt Sicherheit auf der langen Bank liegen


Die Gedenkstätte für die vier Teenager, die am 16. August an der Dürschtalstraße ihr Leben verloren, mahnt auch, dass es hier immer noch keine Schutzplanke gibt.
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Auch wenn eine Leitplanke den tödlichen Unfall vom 16. August vergangenen Jahres möglicherweise nicht hätte verhindern können – es ist ein Unding, dass die fehlenden Schutzplanken entlang der Dürschtalstraße noch immer nicht montiert worden sind.
Seit 2021 ist das Problem bekannt. Außer einer Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße ist nichts geschehen. Noch schlimmer: Es gab nicht einmal einen verbindlichen Zeitplan für die Schließung dieser gefährlichen Sicherheitslücke.
Erst nach tödlichem Unfall wurde Lösung forciert – allerdings nur kurz
Das änderte sich – so tragisch es ist – erst nach dem tödlichen Unfall im vergangenen August, bei dem vier junge Menschen ihr Leben verloren. Unter öffentlichem Druck wurde angekündigt, die fehlenden Leitplanken bis zum Jahresende zu montieren und die dafür notwendigen Leitungsverlegungen zuvor abzuschließen.
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Doch kaum lässt das öffentliche Interesse an dem Thema nach, ist der Zeitplan wieder Makulatur. Auf Nachfrage gibt es nun offenbar gar keine Frist mehr, bis die Schutzplanken endlich installiert werden sollen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern unverantwortlich.
Wenn der schwere Unfall vom August und die auch davor schon durch Tempokontrollen der Polizei belegten häufigen und teils massiven Geschwindigkeitsüberschreitungen auf dieser Straße eines gezeigt haben, dann dies: Jede weitere Verzögerung ist unverantwortlich. Das Sicherheitsproblem muss jetzt gelöst werden – nicht irgendwann.


