Am Samstag zog der Karnevalszug durch die Dörfer von Oberodenthal. Viele Jecken feierten begeistert mit
KarnevalszugOberodenthals Jecke feiern auch im Weltall

Das umjubelte Dreigestirn von Övverohnder
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Es ist Samstag. 13 Uhr in Övver Ohnder. Die Ruhe vor dem Sturm – die gar nicht so ruhig ist. Karnevalsmusik dröhnt, das Kölsch fließt. Auf dem Platz vor der Freiwilligen Feuerwehr haben sie sich versammelt. Knapp dreihundert Aktive. Über fünfzig Wagenengel und die Fahrer des schweren Geräts, ohne das der Karneval stillsteht.

Spaß an der Freud': Das Dreigestirn genoss den Höhepunkt der Session. In Oberodenthal regieren Prinzessin Jessica I. (Paas), Jungfrau Alina (Rümmler) und Bäuerin Lena (Pohl)
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Die Traktoren haben schon die Wagen der Ortsgruppen des Festkomitees der Karnevalsfreunde Oberodenthal e. V. an den Haken genommen. Letzte Fotos mit dem amtierenden Dreigestirn. Prinzessin Jessica I. (Paas), Jungfrau Alina (Rümmler) und Bäuerin Lena (Pohl) stehen im Mittelpunkt an diesem Tag.

Die Lok der Zugleitung
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Der Höhepunkt ihrer Session. Doch es ist kalt. Scheuren liegt hoch im Bergischen Land. Aber auf die Jecken ist Verlass. Es ist so voll wie immer am Zugeeg: Scheuren, Neschen, Hüttchen und Schmeisig. Vier Kilometer durch das Beste, was Odenthal zu bieten hat. Als Erstes biegt die Lokomotive von Markus Wißkirchen um die Ecke. „Franzis TGV“ nimmt Fahrt auf.
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Die Lok ist der Wagen von Zugleiterin Franziska Erdorf. Sie ist für die Organisation des „jecken Lindwurms“ verantwortlich. Seit einigen Jahren macht sie ihre Arbeit mit großem Engagement, berichten die Karnevalsfreunde aus Odenthal. „Uns're Fründschaff jeck wie nie – fiere mir in jeder Galaxie“: das Motto in diesem Jahr. Passend zum galaktischen Thema hat sich die Fußgruppe als „Miss und Mr. Universum“ verkleidet und begleitet die drei Regentinnen auf ihrer Reise durch die Oberodenthaler Umlaufbahn.
Odenthaler Sonnensystem
Um die Köpfe der „Echte Fründe“ schwebt sogar ein eigenes Sonnensystem. Unter ihnen die Odenthaler Bürgermeisterin Laura Lundberg. Mit Planeten aus Christbaumkugeln und bunten Bällen. Eine pfiffige Idee, den nicht mehr benötigten Weihnachtsschmuck zu reaktivieren. Es gab Kölsch für die Erwachsenen Jecken – und wahrscheinlich damit noch mehr Fründe.
Die „Wilde Jecke Övver Ohnder“ haben auf ihrem Wagen eine Rakete montiert. Aus dem Triebwerk flatterte Lametta im eisigen Wind. Weihnachtsschmuck ist einfach vielseitig verwendbar. Als Letztes biegen dann die drei Tollitäten um die Ecke.
Mit „Alaaf“ und „Kamelle“ geht der – zumindest die Herzen wärmende – karnevalistische Niederschlag auf die Jecken nieder: das, was die Kinder so gern sammeln, um die Süßigkeitenkiste zu Hause aufzufrischen. Am Zugende dann die bewährte Bewirtung durch das Hotel Restaurant Wißkirchen. Ein Pendelbus bringt die vielen Jecken zurück nach Scheuren.

