Der Totalunternehmervertrag für den Erweiterungsbau ist unterschrieben. Im November starten die Abbrucharbeiten.
SchulzentrumCyriax-Erweiterung geht in die nächste Runde

An der Stirnseite der Dreifachturnhalle des Schulzentrums Cyriax wird ein Erweiterungsbau entstehen. (Archivbild)
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Er ist unterschrieben. Der Totalunternehmervertrag für den Erweiterungsbau am Schulzentrum Cyriax in Overath. Damit kann das Projekt nun starten und voraussichtlich ab Sommer 2028 für mehr Platz für Schüler und Lehrkräfte sorgen. Aber was genau ist ein Totalunternehmervertrag und welche Pläne hat die beauftragte Bauunternehmensgruppe für den Erweiterungsbau?
„Der Erweiterungsbau ist Teil eines Gesamtprojekts am Schulzentrum. Wir haben einen Sanierungsbedarf und Platzmangel am Paul-Klee-Gymnasium und der Leonardo da Vinci Sekundarschule, die dort untergebracht sind, festgestellt. Ein anderer Teil des Projekts ist zum Beispiel der Ersatzneubau für das Paul-Klee-Gymnasium, dessen Richtfest wir feiern konnten“, erklärt Thorsten Steinwartz, Erster Beigeordneter der Stadt. Um sich einen Überblick über das Großprojekt zu verschaffen und eine sinnvolle Herangehensweise auszuarbeiten, beauftrage die Stadt zunächst das Projektsteuerungsbüro Reichel. Für den Erweiterungsbau, zwischen der Stirnseite der Dreifachturnhalle und Mensa gelegen, habe man mit dem Büro entschieden, einen Totalunternehmer zu beauftragen.

Sie haben den Vertrag unterschrieben: Ralf Linde (vorne, v.l.), Niederlassungsleiter Goldbeck West GmbH und Michael Eyer, Bürgermeister von Overath. Ebenfalls am Projekt beteiligt sind Jan Fischer-Höfer (hinten, v.l.), Projektsteuerung Bauamt Overath, Manfred Allmayer, Bauamtsleiter, Thorsten Steinwartz, Erster Beigeordneter von Overath und Sarah Bichow, Projektleiterin bei Goldbeck.
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„Das bedeutet, dass die Firma Goldbeck sowohl die Planungsleistung übernimmt als auch die Bauausführung. Wir haben im Vorfeld bei der Ausschreibung genau beschrieben, welche Anforderungen wir haben, und in einem zweistufigen Vergabeverfahren haben die Bieter die Planung umgesetzt“, so Steinwartz weiter. Neun Monate habe das Vergabeverfahren gedauert, im Juli habe Goldbeck den Zuschlag erhalten.
Gestartet wird laut Sarah Bichow, Projektleiterin bei Goldbeck, im November dieses Jahres zunächst mit den Abbrucharbeiten. „Im Januar nach den Winterferien starten wir dann mit dem Fundament und der Bodenplatte, ab April beginnen wir voraussichtlich mit den Stockwerken.“
Straffer Zeitplan für Erweiterungsbau
Als „sportlich“ bezeichnete Ralf Linde, Niederlassungsleiter der Goldbeck West GmbH mit Sitz in Monheim am Rhein, den Zeitplan der Stadt. Doch an der Zeitdisziplin und Kosteneffizienz lasse sich die Unternehmensgruppe messen, wie Linde sagt.
„Der Zeitplan ist deshalb so straff, weil wir den Schulbetrieb möglichst wenig stören wollen. Für uns ist das Projekt eine große Hausnummer“, entgegnet Bürgermeister Michael Eyer. Die Kosten in Höhe von rund 12,8 Millionen Euro seien für die Stadt zwar viel Geld, doch sie seien eine wichtige und notwendige Investition in die Bildung der Kinder. „Jeder Euro für Bildung ist gut angelegtes Geld“, meint Eyer.
Schulbetrieb wird nicht gestört
Apropos Schulbetrieb, der werde nämlich laut Manfred Allmayer, Bauamtsleiter der Stadt, nicht beeinträchtigt während der Arbeiten. Da sich die Baustelle an der Außenseite des Schulgeländes in Richtung Tennisplatz befindet, müssen die schweren Geräte nicht über den Schulhof.
Das viergeschossige Gebäude wird aber nicht nur Räume für den Schulbetrieb bieten. „Wir haben ein Medienzentrum, also eine moderne Bibliothek, und ein Stadtarchiv mit eingeplant, die über einen separaten Eingang für die Bürger zugänglich sind“, wirft Steinwartz ein. Für diesen Teil des Neubaus konnte die Stadt laut Allmayer, dadurch dass er öffentlich nutzbar ist, eine Förderung über das Integrierte Handlungskonzept erwirken. Doch bevor die Overather dort ihre Stadtgeschichte erforschen oder neue Hörbücher entdecken können, werden die Räume für Unterricht genutzt. „Damit wir das Bestandsgebäude sanieren können, müssen die Klassen ausziehen. Da Container immer rausgeschmissenes Geld sind, weil sie nach der Nutzung abtransportiert werden, nutzen wir diese Räume interimsweise für den Unterricht“, meint der Erste Beigeordnete. Außerdem soll die Empore der Dreifachturnhalle barrierefrei werden. Momentan sei die nur über eine Treppe erreichbar. In den Anbau komme ein Fahrstuhl und über einen Wanddurchbruch wird die Empore zugänglich gemacht.
Die Entscheidung für die Firma Goldbeck sei nicht nur aus Kostengründen gefallen, auch die Planung habe überzeugt. Hergestellt werde der Neubau in Systembauweise, wie Linde und Bichow erklären, indem Teile, wie Wände mit eingebauten Fenstern, im Werk vorgebaut und vor Ort zeitsparend montiert werden. Im Verhältnis zu anderen Aufträgen der Gruppe sei der Ersatzneubau eher klein. „Wir können das gut überschauen. Die Herausforderung wird eher die Zeit sein und die Gewerkepartner zügig zu finden“, meint Linde.

