Rhein-Berg hat einiges zu bieten: Fast 38 Prozent sind bewaldet. Wer Schutz vor der Hitze sucht, hat hier viele Möglichkeiten.
Tipps bei HitzeWarum der Wald in Rhein-Berg jetzt die beste Klimaanlage ist

Doppelte Erfrischung im Königsforst: Die Wassertretstelle am Giesbach lädt zur Abkühlung nach Rad- oder Wandertour ein.
Copyright: Guido Wagner
Wenn die Temperaturen auf 35 Grad und mehr steigen, wird der Wald zum angenehmsten Rückzugsort. Das Gute: Davon gibt es in Rhein-Berg reichlich. Rund 16.500 Hektar Wald bedecken knapp 38 Prozent der Kreisfläche. Ob Königsforst, Bergische Höhen oder die Wälder entlang von Dhünn, Sülz und Agger – die nächste grüne Oase ist für die meisten Menschen nicht weit entfernt.
Dass es im Wald spürbar kühler ist als in der Stadt, hat wissenschaftliche Gründe. „Bäume schützen damit sich selbst, da auch sie bei großer Hitzeeinwirkung stark geschädigt werden können“, erklärt Dr. Christin Carl, Leiterin des Teams Wald- und Klimaschutz beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW.
Kühlere Waldluft strömt bis in benachbarte Orte und Städte
Gleichzeitig kühlen sie ihre Umgebung: Die Baumkronen spenden Schatten, reflektieren einen Teil der Sonneneinstrahlung und die Bäume verdunsten große Mengen Wasser. Dieser natürliche Prozess wirkt wie eine Klimaanlage.
„Die Bäume leisten so einen wichtigen Beitrag zum lokalen Klima“, sagt Thomas Wälter, Leiter des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft. In vitalen Mischwäldern könne die Temperatur dadurch um mehrere Grad niedriger liegen als auf versiegelten Flächen, in Extremfällen sogar um bis zu zehn Grad. Zudem ströme kühlere Waldluft bis in benachbarte Orte und Städte.
Wer Rauch entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr alarmieren
Gerade in der aktuellen Trockenheit sind die Wälder jedoch besonders gefährdet. Deshalb appelliert Wald und Holz NRW an alle Besucher, besonders vorsichtig zu sein. Offenes Feuer und Grillen sind im Wald und bis 100 Meter vor dem Waldrand verboten. Vom 1. März bis 31. Oktober gilt außerdem ein Rauchverbot.
Auch Autos sollten nur auf befestigten Flächen abgestellt werden, da heiße Auspuffanlagen trockenes Gras entzünden können. Wer Rauch oder einen Waldbrand entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr über die 112 alarmieren.
