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RösrathNoch gibt es kein Ende bei der Grundsteuer

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Ein rosafarbenes historisches Rathaus, davor Stapel Euromünzen.

Der Haushalt der Stadt Rösrath umfasst Ausgaben von erstmals knapp 102 Millionen Euro.

Die Kommunalaufsicht des Rheinisch-Bergischen Kreises hat den Rösrather Haushalt 2026 genehmigt. Aber er ist auf Kante genäht.

Die Erleichterung ist Bürgermeister Yannick Steinbach (Fors-Park) anzumerken. Die Kommunalaufsicht des Rheinisch-Bergischen Kreises hat den Rösrather Haushalt 2026 genehmigt. „Das ist für alle Bürgerinnen und Bürger wichtig, die etwas von der Stadt erwarten, die Verbesserungen wollen oder etwa eine Brücke“, freut sich Steinbach. „Denn das Gesetz schreibt vor, dass die Stadt solange kein Geld ausgeben darf, ehe der städtische Haushalt genehmigt ist“, erklärt der Bürgermeister.

Um nicht in die Haushaltssicherung zu geraten, war für 2026 auf der Einnahmeseite erstmals seit 2017 eine Erhöhung der Grundsteuer B auf 995 Punkte beschlossen worden. Ein Anstieg von über 300 Punkten und damit rund 44 Prozent.

Trotz Grundsteuererhöhung bleibt ein Defizit von zehn Millionen Euro

Gleichzeitig ist in den Haushalt mit Ausgaben von erstmals knapp 102 Millionen Euro ein globaler Minderaufwand von zwei Prozent eingeplant: Die Verwaltung muss übers Jahr pauschal zwei Prozent vom Haushalt einsparen, also zwei Millionen Euro.

„Trotz der Erhöhung ist der jetzt genehmigte Haushalt nur auf Kante genäht“, fügt Steinbach mit Blick auf die Grundsteuer hinzu. Denn auch so bleibt ein Defizit von rund zehn Millionen Euro. Immerhin: Nun sei die Stadt handlungsfähig. Die Fußgängerbrücke in den Schlämmen zum Beispiel könne nun bezahlt werden. Und weiteres Notwendige, wie bereits geplante Investitionen in Schulen, könne auf den Weg gebracht werden.

Die Grundsteuer wird noch mal steigen müssen.
Yannick Steinbach (Fors-Park), Bürgermeister Rösrath

„Das sind massive Investitionen in die Zukunft“, so Steinbach weiter. Mit Folgen: „Die Grundsteuer wird noch mal steigen müssen.“ Und weiter: „Ich weiß heute schon, dass ich damit nicht auskomme. Ich habe den rechtlich maximal möglichen Rahmen ausgeschöpft, um die Grundsteuer nicht noch höher ausfallen lassen zu müssen.“

Gleichzeitig sei „der gesamte Stadtrat inklusive aller sachkundigen Bürger“ sowie „die städtischen Mitarbeitenden fortwährend mit Einsparpotenzialen“ beschäftigt. Mit Blick auf die massiven Investitionen, die Rösrath in die Infrastruktur tätigt, würden Sparmaßnahmen aber kaum nennenswerte Effekte haben, so Steinbach weiter. Inzwischen ist auch der neu ins Leben gerufene „Arbeitskreis Haushalt“ erstmals zusammengekommen. Vertreter und Vertreterinnen aller Fraktionen im Stadtrat sondieren hier gemeinsam mit der Verwaltung Sparvorschläge für künftige Haushaltspläne. Ende Juni wird der Arbeitskreis erneut zusammenkommen.