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Dringender Bedarf Rösrather Lesepaten brauchen Nachwuchs

Harald Raab und eine Jugendliche sitzen an einem Tisch vor einem Buch.

Ehrenamtliche Lesepaten wie Harald Raab unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Lesekompetenz zu erhöhen. 40 Aktive sind derzeit im Verein Mentor tätig; zu wenig, um den großen Bedarf zu decken. Künftig will man auch in Odenthal Lesehilfe anbieten.

Die Rösrather Lesementoren brauchen neue Leute, auch in Odenthal ist eine Gruppe im Gespräch.

Die Leseförderung durch ehrenamtliche Patinnen und Paten soll neuen Schwung bekommen. Darum bemüht sich der Verein „Mentor – Die Leselernhelfer Rösrath und Umgebung“. Die zurzeit 40 Aktiven des Vereins unterstützen momentan 60 Kinder nach dem „1:1-Prinzip“: Das heißt, dass eine erwachsene Person sich um ein Kind kümmert. Einige der ehrenamtlich Engagierten haben auch Patenschaften für zwei Kinder übernommen.

Die Lesepaten nehmen sich für ein Kind jeweils eine Stunde pro Woche Zeit, um das Lesen mit ihm zu üben – sie sollen sich mindestens ein Jahr engagieren. Das gemeinsame Lesen findet in Schulen statt, eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Mentor und Kind soll Fortschritte begünstigen.

Rösrath: Projekt im Verein Hidea angelaufen

Die Erfahrungen mit diesem Lernmodell, das zunächst in dem Rösrather Verein Hidea angelaufen ist und nun unter dem Dach von „Mentor“ weiterläuft, sind gut. Doch der Bedarf ist viel größer als die zeitlichen Möglichkeiten der 40 Lesepaten und -patinnen. Daher sucht der Verein „Mentor“ neue Freiwillige für die Leselernhilfe. Vor der Corona-Pandemie waren bereits rund 100 Ehrenamtliche aktiv, von denen im Moment nur noch 40 übrig sind.

Gleichzeitig haben die Lockdowns viele Kinder, die zu Hause wenig oder keine Unterstützung erhielten, beim Lernen zurückgeworfen. Diese Kinder seien durch die Pandemie „doppelt bestraft“, findet Lesepate Harald Raab. „Wir haben so viele Schulen, die uns anrufen und sagen: „Bitte helft uns““, berichtet er. Förderbedarf hätten insbesondere Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund, aber auch viele Kinder mit deutschen Eltern.

„Mentor“ in Rösrath, Overath und Bensberg aktiv

Bisher ist „Mentor“ in Rösrath, Overath und Bensberg aktiv. Im Gespräch ist, die Leselernhilfe auch in Odenthal anzubieten – dazu wären neue Freiwillige aus Odenthal gefragt. Neben Grundschulkindern, die im Zentrum der Leseförderung stehen, gibt es die Unterstützung auch für Mädchen und Jungen zwischen elf und 15 Jahren aus der „Internationalen Willkommensklasse“ am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium   Rösrath. Am Bensberger Albertus-Magnus-Gymnasium existieren auch Patenschaften für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler.

Wer sich als ehrenamtlicher Lesepate oder als Lesepatin engagieren will, muss nicht pädagogisch ausgebildet sein. Interessierte sollten „Spaß am Lesen, Erzählen und Spielen“ mitbringen, aber auch „Humor und Geduld“ sowie „Freude am Umgang mit jungen Menschen“, heißt es auf einem Flyer von „Mentor“.

Eine Einführung in die Arbeit bei der Leseförderung dauert drei bis vier Stunden, danach können die neuen Freiwilligen loslegen. In jeder Schule gibt es zudem eine Ansprechperson, die neue Paten in der Anfangszeit begleitet.

Interessierte, die sich beim Verein „Mentor“ engagieren wollen, können sich bei Françoise Münnich unter (0176) 63 10 83 90 melden oder bei Gudrun Alt unter (02205) 66 58 oder per E-Mail.