Auch eine Hol- und Bringzone für Elterntaxis hat den Schulweg für die Grundschulkinder nicht sicherer gemacht.
RösrathSchulstraße am Schulzentrum Sandweg nimmt Gestalt an

Der Pilotversuch für eine Schulstraße kann frühestens nach den Herbstferien starten.
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Stadtverwaltung, Ordnungsamt und Bauamt wollen noch vor den Sommerferien mit den beiden Grundschulen am Sandweg sprechen. Ab Herbst soll dann ein Pilotversuch für eine Schulstraße starten.
Das kündigte der Erste Beigeordnete Martin Stolte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Schule, Sport und Freizeit an. Wie berichtet, ist die Situation rund um Gemeinschaftsgrundschule und die KGS Rösrath mit rund 690 Kindern seit langem angespannt: Eltern parken ihre Fahrzeuge in den Bring- und Holzeiten regelwidrig nahe den Schulen, ein Gehweg fehlt, das Ordnungsamt kann nicht dauerhaft präsent sein, und eine nachhaltige Lösung ließ bisher auf sich warten.
Zuletzt hatte es der Punkt „Schulwegsicherheit Grundschulen Sandweg“ Anfang Februar auf die Tagesordnung des Verkehrsausschusses geschafft. Damals fand jedoch die Fraktion Zusammen Leben Rösrath (ZLR) keine Mehrheit für ihren Antrag, die Stadt möge „unverzüglich einen Verkehrsversuch im Bereich Sandweg Ginsterweg vorbereiten und durchführen“. Die erhoffte zeitnahe Lösung des Problems blieb damit aus - zum Ärger und zur Enttäuschung der rund 20 Mütter und Väter, die genau dafür in den Ratssaal in Venauen gekommen waren.
Schon seit Jahren wird beklagt, dass Elterntaxis Grundschulkinder auf ihrem Schulweg gefährden, die im engen Ginsterweg zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind und sich zwischen parkenden und entgegenkommenden Autos hindurchschlängeln müssen. „Nur eine Schulstraße kann den Elterntaxi-Verkehr im Sand- und Ginsterweg wirklich stoppen“, formulierte es damals ZLR-Fraktionsmitglied Marcel Peters , der sich auch im Förderverein der GGS engagiert.
Stadt will noch vor den Sommerferien mit beiden Schulen sprechen
Immerhin wurde damals im Planungsausschuss beschlossen, die Verwaltung solle „ein Konzept für den Schulstandort Schulzentrum Sandweg zur möglichen Einrichtung einer Schulstraße“ erarbeiten. Die Stadtverwaltung will also nun noch vor den Sommerferien an beiden betroffenen Schulen gemeinsam mit Schulkonferenz und erweiterter Schulleitung ein abgestimmtes Konzept für eine sogenannte Schulstraße entwickeln.
Der Erste Beigeordnete möchte, wie er weiter sagte, das Konzept mit einem klaren Votum der Schulkonferenz versehen. Damit solle der Politik eine fundierte Grundlage für entsprechende Beschlüsse an die Hand gegeben werden. Die weitere politische Beratung soll im Schulausschuss sowie im zuständigen Planungsausschuss stattfinden. Der eigentliche Pilotversuch könne dann realistischerweise erst nach den Herbstferien starten: „Wir wollen es gut machen und einen Versuch starten, der auch Chancen hat“, so Martin Stolte. Auch Nachbarstädte wie Bergisch Gladbach hätten einen Vorlauf von ungefähr einem halben Jahr gehabt. Zudem gebe es für die Einrichtung einer Schulstraße eine verbindliche Erlasslage sowie Hinweise des NRW-Ministeriums.
Anwohner forderten vergangenen August eine Schulstraße
Anfang Juni hatte die Stadt versuchsweise für festgelegte Zeitfenster eine neue Hol- und Bringzone am Ginsterweg eingerichtet. Der Versuch wurde offiziell bis Anfang Dezember verlängert. Mitte August forderte eine Anwohnerinitiative deren Abschaffung, dafür eine Schulstraße. Dort solle es nur „minimalen“ Autoverkehr geben – nur Anwohnerverkehr.
Im Schulausschuss waren sich Verwaltung und Planungsausschuss nun weitgehend einig, dass die bisherigen Maßnahmen nicht die erhoffte Wirkung hatten und nun weitere Schritte unternommen werden müssen.
