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Halbzeit bei UmgestaltungDer Bedburger Schlosspark wird zum Begegnungsort

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Zu sehen sind Menschen bei einer Feier in einem Park.

Es ist Halbzeit bei der Umgestaltung des Bedburger Schlossparks. Gern angenommen wurde auch die neue Möblierung auf dem Begegnungsplatz.

Die Baustellengitter sind weg, die Wege im Bedburger Schlosspark wieder frei. Am Freitag öffnete der Schlosspark wieder seine Tore.

Bürgermeister Sascha Solbach und Fachdienstleiter Jens Tempelmann erläuterten den Gästen der Eröffnungsfeier auf dem Begegnungsplatz, dem „offenen Klassenzimmer“, die Geschichte der Umgestaltung. Bereits 2019 hatte die Stadt einen Förderantrag im Rahmen des Projektes „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)“ gestellt und einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den das Berliner Büro „A24 Landschaftsarchitekten“ gewann.

Den Bewilligungsbescheid mit einem Volumen von rund acht Millionen Euro erhielt die Stadt im Juli 2020. 18 Unternehmen waren und sind nach Aussage von Jens Tempelmann an der Umgestaltung des Parks beteiligt. Die ökologische Baubegleitung übernahm das Erftstädter Büro Smeets.

Bedburg: Barrierefreie Wege, moderne Sitzmöglichkeiten im Schlosspark

Nach dem offiziellen Teil der Eröffnung gab es mehrere Führungen durch den Schlosspark, bei denen die Neuerungen vorgestellt, aber auch die weiteren Aus- und Umbaupläne erläutert wurden. Es gibt breite, barrierefreie Wege und moderne Sitzmöglichkeiten am Wasser sowie in den bewaldeten Teilen.

Direkt neben dem Begegnungsplatz wartete der Obst- und Gartenbauverein auf Besucher, der die alte Schlossgärtnerei und die Streuobstwiesen in der Stadt betreut. Hier gab es Apfelsaft aus eigenem Anbau.

Zu sehen sind Menschen in einem Nutzgarten.

Auch die Blütenpracht auf den Parzellen der Schlossgärtnerei wurde gern besucht.

Ein paar Schritte weiter wartete der Eiswagen mit Erfrischungen, die Baumkletterer luden die Kinder ein, einen Stamm zu erklettern, was die siebenjährige Clara gleich zweimal machte, so viel Spaß hatte sie dabei. Am Spielplatz, wo ein großes hölzernes Klettergerüst und eine Seilbahn sowie der Sandkasten auf den Nachwuchs warten, stellte sich der Fischerverein vor, der den Kindern die Kunst des Fliegenfischens zeigte.

Einige Schritte weiter soll der Jugendaktivbereich entstehen, der noch in der Planung ist. Vorgesehen sind unter dem alten Baumbestand unter anderem Fitnessparcours, Streetballfeld, Volleyballplatz und Boulderblöcke sowie Hängematten zum Erholen. Folgt man den breiten Gehwegen, erreicht man bald die Süduferpromenade, die ruhige Rückzugsorte und auch Zugang zum Wasser bieten wird.

Neu gestaltet werden soll auch der Zugang zum Park vom Schloss aus. Ein „Erftbalkon“ soll direkt am Flusslauf – neben den beiden Pfeilern und der Brücke – als Aussichtspunkt errichtet werden. Folgt man dem Fluss von hier, erreicht man die Inselspitze, die noch im Umbau ist.

Bei der Führung wurde auf sogenannte Habitatbäume hingewiesen. In einem der Bäume leben Spechte, ihre Höhlen sind deutlich an den darunter befindlichen Kotmarken erkennbar. Hier werden neue Sichtachsen auch zum Schloss geschaffen, über den Bach wird mit Hilfe eines Dammes demnächst eine Verbindung zum Begegnungsplatz geschaffen.

Zu sehen ist ein Schlosspark mit Besuchern.

Noch fehlt hier der Damm über die Erft, der dann den Begegnungsplatz mit der Inselspitze verbindet.

Im Winter soll mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden, dafür werden Teile des Parks wieder gesperrt. Vorgesehen sind der Bau einer öffentlichen Toilettenanlage sowie zwei neue Fußgängerbrücken über die Erft. Der Abschluss der Arbeiten wird für 2027 erwartet.