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Die gute SeeleBedburgerin ist mit viel Herzblut Trainerin bei der DLRG

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Zu sehen ist Sophie Rokitta am Beckenrand, im Wasser sind mehrere Kinder.

Sophie Rokitta ist mit Leib und Seele Trainerin bei der DLRG in Bedburg.

In unserer Serie „Die gute Seele“ stellen wir Sophie Rokitta (26) von der DLRG-Ortsgruppe in Bedburg vor.

Das Wasser ist zwar ihr Element. Doch die meiste Zeit verbringt Sophie Rokitta am Beckenrand und schaut anderen beim Schwimmen zu. Mit kritischem Auge. Denn die 26-Jährige ist Trainerin in der Bedburger Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und bringt Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 16 Jahren bei, wie man richtig und gut schwimmt.

„Wer das Seepferdchen hat, ist deshalb noch lange kein guter Schwimmer“, sagt die Bedburgerin, die dafür plädiert, allen Kindern so lange Schwimmunterricht zu geben, bis sie im Wasser sicher seien. Es geschähen immer noch zu viele Unfälle. „Die Strömungen in Flüssen und Seen sind gefährlich.“ So ist erst im April eine 16-Jährige, die nicht schwimmen konnte, in der Erft im benachbarten Grevenbroich ertrunken, kurz danach wurde ein Mann ebenfalls in Grevenbroich tot aus der Erft gezogen.

Bedburg: Mindestens zweimal in der Woche als Trainerin im Schwimmbad

Sophie Rokitta selbst ist im Alter von sechs oder sieben Jahren, nachdem sie das Seepferdchen-Abzeichen abgelegt hatte, in die DLRG eingetreten. „Ich wollte und sollte weiter schwimmen lernen“, sagt sie. Sie machte Bronze, Silber und Gold, schwamm Wettkämpfe und wurde mit zwölf Jahren dann selber Trainerin. 

Allein für das Traineramt ist sie mindestens zweimal in der Woche in der Schwimmhalle des Monte Mare in Bedburg, jeweils mindestens drei Stunden, und steht damit stellvertretend für die insgesamt 43 Trainerinnen und Trainer der Ortsgruppe. Doch Sophie leistet noch mehr: Sie ist Rettungssportbeauftragte des Vereins. „Das heißt, dass ich mich um den ganzen Papierkram kümmern darf“, sagt sie mit einem Lachen. Die Organisation von Meisterschaften und die Meldung der Schwimmerinnen und Schwimmer gehört dazu.

Vor den Wettkämpfen, etwa Bezirks-, Landes- oder Deutschen Meisterschaften, könne die Arbeit dann durchaus zwei bis drei volle Tage in der Woche in Anspruch nehmen – und das neben ihrem Job als Medizinisch-Technische Assistentin in Laboratoriumsanalytik an der Uniklinik Köln.

Als Trainerin achte sie darauf, den Kindern „alles so einfach wie möglich zu erklären“, sagt Sophie Rokitta. „Die wollen lieber spielen als schwimmen.“ Und es sei wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen mit einem positiven Gefühl aus dem Wasser gehen. „Unser Training ist zwar durchaus hart, aber wir prügeln hier niemanden durch.“ Brust- und Rückenschwimmen, Kraulen, die Vorbereitung der Jüngeren auf das Bronzeabzeichen – zu lernen gibt es genug, wenn möglich auf spielerische Art.

Zu sehen ist Sophie Rokitta.

Sophie Rokitta ist erfolgreiche Schwimmerin und Trainerin bei der DLRG in Bedburg.

Dabei sei es das Ziel, dass die Kinder und Jugendlichen in den unterschiedlichen Altersklassen an Wettkämpfen teilnehmen. „Aber das ist keine Pflicht“, sagt Sophie Rokitta. „Wer bei uns nur Schwimmen möchte, hat auch diese Möglichkeit.“ Die Kinder und Jugendlichen sollen vor allem Freude am Schwimmen haben.

Sie ist nicht nur als Trainerin tätig und begleitet Wettkämpfe, sie nimmt als aktive Schwimmerin auch selbst daran teil. Sophie Rokitta verfügt über einen großen Erfahrungsschatz, den sie an die Schwimmschüler weitergibt. Immerhin wurde die Bedburgerin vor zwei Jahren Vizemeisterin bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften im Rettungsschwimmen und bewies ihre Klasse in den drei Disziplinen 100 Meter Lifesaver, 100 Meter Hindernis und 50 Meter Retten.

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„Ich liebe das Schwimmen, ich kann es nicht wegdenken, weil ich es schon so lange mache“, sagt die Bedburgerin. Und die Arbeit mit Kindern mache ihr ungeheuren Spaß. „Das Schwimmenlernen ist so wichtig, und ich bin froh, dass ich etwas weitergeben kann.“ 

Bei der DLRG seien es gerade viele junge Menschen, die sich aktiv als Trainerinnen und Trainer engagierten. Daher sei ein Start ins Traineramt mit zwölf oder dreizehn Jahren nichts ungewöhnliches. „Später wird es schwierig, wenn etwa nach dem Abi ein Studium oder ein Beruf ansteht“, sagt Sophie Rokitta. Ihr eigenes Engagement fand in der Familie Nachahmer. „Meine zwei jüngeren Schwestern sind nach mir in die DLRG eingetreten, und danach sind meine beiden Eltern auch dazugekommen“, sagt sie. „Alle engagieren sich noch in der DLRG.“