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Schranken defektHoffnung auf frühere Reparatur des kleinen Bedburger Bahnübergangs

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Ein Mitarbeiter der Bahn regelt den Einsatz einer Schranke an einem Bahnübergang, ein Zug fährt vorbei.

Wegen eines Defekts funktionieren die Schranken am Bahnübergang an der Erkelenzer Straße nicht mehr. Bahnübergangsposten regeln den Kreuzungsverkehr mit der RB 39 nun von Hand an einer provisorischen Anlage.

Beide Bedburger Bahnübergänge sollen spätestens im September 2029 in Betrieb genommen werden.

Im September 2029 sollen die beiden Bedburger Bahnübergänge runderneuert sein und aufeinander abgestimmt in das Stellwerk aufgenommen werden. Das teilte eine Bahnsprecherin im Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Bedburg mit. Dabei sollen nicht nur die Schranken- und Lichtsignalanlagen erneuert werden, sondern sowohl an der Lindenstraße als auch an der Erkelenzer Straße in Lipp die Verkehrswege für Fahrzeuge und Fußgänger vergrößert und teils anders geführt werden.

„An der Einmündung der Erkelenzer Straße zur Neusser Straße sollen zum Beispiel Gelenkbusse mehr Platz bekommen, daher wird die Schleppkurve aufgeweitet“, sagte die Projektleiterin der DB InfraGo. Auch am „großen“ Bahnübergang an der Lindenstraße sollen beim Umbau Änderungen auf den Straße den „besseren Verkehrsfluss gewährleisten“. So ist geplant, eine eigene Abbiegespur von der Lindenstraße nach rechts auf die Bahnstraße einzurichten.

Bedburg: Schranken an einem der Übergänge seit Monaten defekt

Hintergrund des Vortrags im Stadtenwicklungsausschuss: Die Schrankenanlage des Bahnübergangs an der Erkelenzer Straße ist seit Februar defekt, Ersatzteile gibt es nach Angaben der Bahn bundesweit nicht mehr. Derzeit regeln Bahnübergangsposten mit einer provisorischen Schranken- und Lichtsignalanlage den Verkehr – mit teils ehrheblichen Wartezeiten und Rückstaus. Ein Umstand, der im Ausschuss angesichts der langen Wartezeiten auf eine Erneuerung für Unmut sorgte.

„Ein Zeithorizont von mehr als drei Jahren für eine Erneuerung bedeutet jeden Tag Rückstaus in eine enge Straße und auf eine Hauptverkehrsader“, sagte Lipps Ortsbürgermeister Sven Herzog (SPD). „Die Belastung ist enorm, es wäre gut, wenn die Dinge beschleunigt werden könnten.“ Markus Klein (CDU) mahnte ebenfalls zur Eile und zu besseren Lösungen. „Die Bahn teilt die Stadt in zwei Hälften“, sagte Klein. Für den Rettungsdienst sei das kritisch. „Feuerwehr und Rettungswagen stehen zehn Minuten oder länger an geschlossenen Bahnübergängen.“

„Was passiert, wenn der Bahnübergang an der Lindenstraße auch ausfällt?“, fragte Rudolf Nitsche (SPD). Denn für diese überalterte, aber deutlich größere Anlage gelte dasselbe wie für die an der Erkelenzer Straße: Ersatzmaterial gibt es nicht mehr. „Bleibt der dann dauerhaft geschlossen?“ Er erinnerte daran, dass sowohl die technischen Mängel an beiden Bahnübergängen seit Jahren bekannt seien als auch der Umstand, dass es in Bedburg keine Brücken- oder Troglösungen geben werde, beide Übergänge also ohnehin erneuert werden müssten.

Die Bahnsprecherin teilte die Sorge vor einem Totalausfall nicht. Man müsse in dem Fall prüfen, „welche Möglichkeiten es gibt, den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten“. Sie stellte zumindest eine vorzeitige Erneuerung der Schranken- und Lichtsignalanlage am Bahnübergang Erkelenzer Straße in Aussicht. Dann sei allerdings in einem zweiten und späteren Schritt auch der Umbau der Straßen und Wege zu erfolgen. Derzeit werde das mit der Zentrale in Frankfurt geprüft. „Aber selbst wenn wir im September dafür grünes Licht bekommen, dauert es ein Jahr bis zur Fertigstellung.“