Heute ist das Jubelpaar im eigenen Haus in Kaster heimisch geworden. Im Urlaub zieht es beide aber immer noch in die Ferne.
Goldene HochzeitWarum Heike und Heinrich Fischer aus Bedburg gleich zwölfmal umzogen

Heike und Heinrich Fischer feiern in Bedburg-Kaster Goldhochzeit.
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„Meine Frau ist mein schönstes Geburtstagsgeschenk“, sagt Heinrich Fischer (75), und damit beginnen die Erinnerungen an die vergangenen 50 Jahre. Er und seine Frau Heike (71) feiern nämlich heute in ihrem Haus in Bedburg-Kaster, wo sie sich richtig wohlfühlen, ihre goldene Hochzeit.
Anlässlich des Pfingstfestes 1974 in Bebra-Weiterode wurde im Zelt und mit Livemusik gefeiert und getanzt. Heinrich Fischer – „Ich hatte einen Blick für gut aussehende Frauen“ – ging mit seiner Clique im Zelt herum, entdeckte Heike Werner und forderte sie zum Tanzen auf. Als er sie anschließend zum Glas Sekt an der Sektbar einladen wollte, antwortete sie: „Ich gehe doch nicht mit jedem an die Sektbar!“ Als er ihr jedoch erklärte, er habe um Mitternacht Geburtstag, konnte sie nicht nein sagen.
Bedburg: Aus dem Berufssoldaten und der Hebamme wurde ein Paar
Am darauf folgenden Abend sahen sie sich wieder. „Von da an kam der Stein ins Rollen!“ Heinrich Fischer war zu der Zeit Berufssoldat im nordhessischen Homberg (Efze) und verbrachte seinen Urlaub bei seinen Eltern. Heike Werner absolvierte ihre Ausbildung zur Hebamme in Göttingen und war zu Besuch bei ihrer Familie. Danach trafen sie sich regelmäßig. „Es war eine vorsichtige Annäherung“, erinnert sich Heike Fischer.

Das Hochzeitsfoto von Heike und Heinrich Fischer aus dem Jahr 1976.
Copyright: Petra Nova (Repro)
Im Februar 1975 feierte das Paar seine Verlobung in einem griechischen Lokal in Göttingen. Heike Werner schloss in den Folgemonaten ihre Ausbildung zur Hebamme ab, Heinrich Fischer besuchte diverse Lehrgänge. Am 10. September 1976 heiratete das Paar standesamtlich, kirchlich einen Tag später in Bebra-Breitenbach und bezog die erste gemeinsame Wohnung an seinem Standort in Homberg. Heike Fischer war dort als Hebamme in der Hessenklinik tätig.
Bedingt durch seinen Werdegang bei der Bundeswehr zog das Paar ab 1981 zwölfmal um. Meist wohnte es nur zwei bis drei Jahre an einem Ort. So war es in Hamburg, Ulm, in Toronto/Kanada, in Augustdorf, Göttingen, Bonn, in Mons/Belgien, Dülmen, Idar-Oberstein, wo er zum General befördert wurde, und in Köln. „Meine Frau hat alle Umzüge gemanagt“, erzählt Heinrich Fischer, der 2013 in den Ruhestand ging. Seitdem machen sie dreimal im Jahr Urlaub, verlassen ihr Haus in Kaster, das sie 2008 gekauft haben, und erkunden fremde Länder.

