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Bedburger SchulzentrumBedburger Realschule: Neue Räume nach den Ferien

Der neue Trakt mit sechs Klassenräumen und zwei Mehrzweckräumen kommt wegen Lieferengpässen ein gutes Vierteljahr später als geplant.

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Die Räumlichkeiten am Bedburger Schulzentrum schaffen dringend benötigten Platz.

Die Schülerinnen und Schüler der Bedburger Realschule können nach den Herbstferien ihre neuen Klassenräume beziehen. „Mit der Fertigstellung des neuen Gebäudetrakts zwischen der Dreifachturnhalle und der Zufahrt zur Arnold-von-Harff-Gemeinschaftshauptschule wird der zweite Bauabschnitt zur Erweiterung des Bedburger Schulzentrums in diesem Abschnitt abgeschlossen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Bedburg. Der Platz, der durch die neuen Räumlichkeiten entsteht, werde dringend benötigt.

Der neue Gebäudetrakt ist zweieinhalbgeschossig, wurde in Modulbauweise errichtet und umfasst sechs Klassenräume, zwei Mehrzweckräume sowie jeweils einen Raum für die Schülervertretung und für die RheinFlank, einen Träger für sportbezogene Jugend- und Bildungsarbeit.

Die hellen und freundlich gestalteten Räume verfügen allesamt über Whiteboards, heißt es weiter in der Mitteilung. Die digitalen Tafeln gehörten an allen Bedburger Schulen bereits seit mehreren Jahren zum Unterrichtsstandard, Kreidetafeln gebe es nicht mehr. Der neue Gebäudetrakt sei vollständig klimatisiert und verfüge über einen Sonnenschutz, der bei Bedarf für Verschattung sorgt.

Erweiterung betrifft auch das Silverberg-Gymnasium

Bei der umfassenden Erweiterung des Bedburger Schulzentrums geht es nicht nur um den Ausbau der Realschule, sondern auch des Silverberg-Gymnasiums. Bereits in den Sommerferien 2025 waren zwischen der Dreifachturnhalle und der Zufahrt zur Arnold-von-Harff-Gemeinschaftshauptschule Containermodule entstanden, berichtet die städtische Pressestelle: „In diesem ersten Bauabschnitt wurden insgesamt neun zusätzliche Räume für den Unterricht und die Übermittagsbetreuung geschaffen. Sie dienen der Realschule und dem Silverberg-Gymnasium als temporäre, aber zeitgemäße Lernräume, während die langfristigen Erweiterungsbauten umgesetzt werden.“

Wie die Stadt Bedburg berichtet, schreiten die Arbeiten am Silverberg-Gymnasium ebenfalls voran. Mit dem Spatenstich im April begann offiziell der Bau eines barrierefreien Anbaus. Dort sollen zusätzliche Klassenräume, offene Lernbereiche und ein flexibel nutzbarer Multifunktionsraum entstehen.

Neue Whiteboards.

Mit der Erweiterung des Schulzentrums reagiert die Stadt Bedburg auf den steigenden Platzbedarf. Wie aus einem Sachstandsbericht für den Bauausschuss vom 13. Oktober zu entnehmen ist, hatte der Rat bereits 2023 im Zuge der Bedarfsermittlung die Erweiterung des Gymnasiums auf fünf Züge und der Realschule auf vier Züge zum Schuljahr 2024/25 beschlossen.

Lieferengpässe verzögern den Einzug

Ursprünglich war geplant, dass die Schülerinnen und Schüler der Realschule schon zum Schuljahresbeginn 2026/27 das neue Gebäude beziehen können. Lieferengpässe des beauftragten Modulbauers machten der Planung einen Strich durch die Rechnung, ist dem Bericht zu entnehmen, der dem Bauausschuss vorgelegt wurde: „Um den Schulbetrieb bis zu den Herbstferien 2026 aufrechtzuerhalten, hat die Projektleitung in enger Abstimmung mit den Schulleitungen der Realschule und des Gymnasiums, dem Schulverwaltungsamt sowie der Schul-IT zeitnah eine praktikable schulinterne Zwischenlösung gefunden“, heißt es darin. Die Kosten belaufen sich demnach aktuell auf rund 2,14 Millionen Euro.

Verzögerungen gab es auch beim Erweiterungsbau des Gymnasiums. Der beauftragte Unternehmer habe mehrere Behinderungsanzeigen mit Mehrkostenanmeldungen vorgelegt, etwa die Schadstoffsanierung des Bestands-WC-Trakts, Baumfällungen, stark durchwurzelte Bodenverhältnisse, Überarbeitungen der Grundleitungen oder die Entfernung eines Dieseltanks. Weitere noch ungeprüfte Nachträge lägen der Stadt bereits vor.

Diese Behinderungen hätten zwar zu Verzögerungen innerhalb des vertraglich vorgesehenen Bauablaufes geführt, konnten letztlich aber wieder aufgefangen werden. Die Stadt rechnet damit, dass die Arbeiten im Schuljahr 2027/2028 beendet werden. (rag)