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Goldene HochzeitBei Ehepaar aus Bergheim funkte es am Karnevalssonntag

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Zu sehen ist das Jubelpaar.

Helene und Franz-Josef Klinkhammer feiern goldene Hochzeit. Vor 50 Jahren gaben sie sich das Jawort.                                           

Helene und Franz-Josef Klinkhammer aus Bergheim gaben sich vor 50 Jahren im Standesamt Vettweiß das Jawort.

Noch im Oktober bei der kirchlichen Hochzeit sei es so mild und windstill gewesen, dass die Hochzeitskerze auch im Freien nicht ein einziges Mal erloschen sei. Daran erinnern sich Helene und Franz-Josef Klinkhammer beim Blick auf ihre Hochzeitsfotos. „Wenn Engel heiraten“, bemerkt der heute 76-Jährige vielsagend, und seine Frau lacht herzlich. Heute vor 50 Jahren gab sich das Paar im Standesamt Vettweiß das Jawort. Die kirchliche Trauung fand am 9. Oktober 1976 in der Kirche St. Maria Himmelfahrt in Disternich statt.

Am Karnevalssonntag 1975 hatte sich das Paar bei einer Feier in Lüxheim kennengelernt. „Unseren ersten Geburtstag haben wir schon zusammen gefeiert“, schmunzelt die 71-Jährige. Denn schnell stellten die Verliebten fest: Beide sind – mit Abstand von fünf Jahren – am 27. April geboren. „Die ersten 40 Jahre unseres Lebens verbrachten wir auf meinem elterlichen Hof“ , erzählt Helene.

Drei Enkelkinder bereiten dem Paar Freude

Die gelernte Erzieherin und der Chemielaborant zogen zwei Töchter und einen Sohn auf. Sabine kam 1978 zur Welt, Silke 1981 und Tobias 1987. Heute hat das Paar auch drei Enkelkinder. „Wir hatten viel Platz, die Kinder konnten Tiere haben, das war eine so schöne Zeit“, erinnern sich beide. Vom Wellensittich über Kaninchen und Katzen bis zum Hund sei alles dabei gewesen.

Zwar hätten sie den Hof nicht mehr bewirtschaftet und die Felder verpachtet – von Mai bis Oktober sei dennoch unglaublich viel zu tun gewesen. „Wir hatten Zwetschgen, Äpfel, Sauerkirschen, einfach alles. Im Sommer mussten wir kaum zukaufen, und wir hatten Vorräte für den Winter, weil ich eingekocht habe“, erinnert sich die Jubilarin. Urlaub an der NordseeAuch die Kinder halfen mit – Sohn Tobias war vor allem gerne auf dem Rasenmähertraktor unterwegs.

Ab 1991 arbeitete Helene im Kindergarten Disternich. Franz-Josef war bis 1994 beim Glasproduktionsbetrieb Peill&Putzler beschäftigt, danach bei der Papierfabrik Hoffsümmer in Düren. Zuvor hatte sich Helene im Pfarrgemeinderat und in der Frauengemeinschaft engagiert und im Singkreis gesungen. In den Urlaub ging es stets an die Nordsee – 25 Jahre lang, meist in neue Orte. Ihre liebsten Plätze, wie etwa den Naturstrand von Schillig, hielt Helene Klinkhammer mit Pastellkreide fest.

Zu sehen ist ein Bild vom Tag der Hochzeit.

An ihre Hochzeit denken beide gerne zurück.

Das Malen wurde zu einem ihrer großen Hobbies. Ihr Ehemann ging zum Kegeln oder zum Skat, spielte 15 Jahre lang im Tambourcorps Disternich. Es sei wichtig, dass man sich in einer Ehe Freiräume lasse und jeder auch „etwas für sich“ habe. Dennoch hätten Familie und Kinder stets an erster Stelle gestanden, sagen beide. Sich auf Augenhöhe zu begegnen und alles miteinander zu besprechen, habe dem Paar auch bei einem schweren Schicksalsschlag geholfen. 2017 mussten Helene und Franz-Josef ihre Erstgeborene beerdigen. Der Verlust schmerzt noch immer. „Aber wir haben es akzeptiert“, sagen beide, die sich gegenseitig durch die schwere Zeit halfen.

Auch heute noch hält die Familie zusammen. Die goldene Hochzeit will das Paar, das 2016 in eine Wohnung in Bergheim bezog, im engsten Familienkreis feiern.