Die Stadt-CDU hat den Ehrenamtspreis zum 24. Mal verliehen – in diesem Jahr an Engagierte aus dem Natur- und Tierschutz.
AuszeichnungNeun Natur- und Tierschützer erhalten Heiner-Leßmann-Preis in Bergheim

Den Heiner-Leßmann-Preis überreichten Bürgermeister Volker Mießeler (7. v. r.), CDU-Parteivize Christian Karaschinski (6. v. r.) und Hermine Rennecke (2. v. r.) an die ausgezeichneten Tier- und Naturschützer.
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„Sie leisten im Ehrenamt unbezahlbare Arbeit, oft im Stillen aber mit großer Wirkung“, lobte CDU-Partei-Vize Christian Karaschinski neun Tier- und Naturschützer, bevor sie im Oberaußemer Bürgerhaus den Heiner-Leßmann-Preis überreicht bekamen.
Vor 25 Jahren verstarb der 1934 geborene beliebte Bergheimer CDU-Politiker Heiner Leßmann. Kurz darauf rief die Stadt-CDU den nach ihm benannten Ehrenamtspreis ins Leben, der nun zum 24. Mal verliehen wurde – in diesem Jahr an Engagierte aus dem Natur- und Tierschutz.
„Ehrenamtliches Engagement ist kein Hobby, sondern der Klebstoff unserer Gesellschaft“, stellte auch Bürgermeister Volker Mießeler, der die Laudationen hielt, heraus. Neun Ehrenamtler hatte die Jury, bestehend aus Mießeler, Karaschinski und der langjährigen Lebensgefährtin Leßmanns, Hermine Rennecke, als preiswürdig erachtet.
Bergheim: Engagement für den Natur- und Tierschutz
Heinz-Peter Beging pflegt, wie Mießeler herausstellte, seit Jahren kontinuierlich den Wohnpark Zieverich und hält dort Straßen, Wege und Grünflächen sauber. Nicole Busch betreut für den Verein Erft-Pfötchen seit Jahren eine Futterstelle für wildlebende Katzen in Fliesteden. Auslöser war das Entlaufen ihrer Katze, die dank des Vereins nach drei Monaten gefunden wurde und in ihre Dosenöffnerfamilie zurückkehren konnte.
In der Initiative „Neue Nachbarn Bergheim Ost“ engagiert sich Hans Debuch. Er installierte Insektenhotels und lässt in Hochbeeten Gemüse und Blumen sprießen. Zudem führt er Kinder und Jugendliche, denen er Aufgaben überträgt, an die Natur heran. Bernd Gützlaff gilt als Motor des Stadtteilforums Oberaußem. Das Forum pflegt unter anderem Streuobstbestände, die Kastanie am Friedhof und den Eulenturm, in dem bislang 27 Schleiereulen aufgezogen wurden. Gützlaff verriet, dass aktuell ein Gelege mit sechs Eiern ausgebrütet wird. Schon in der nächsten Woche könnten erste Eulen schlüpfen.
Sarah Kilimann von dem in Bergheim ansässigen und in Dansweiler aktiven Verein Thera-Kids hat acht vernachlässigten, todgeweihten Pferden durch aufopfernde Betreuung geholfen, wieder stolze, gesunde und normalgewichtige Pferde zu werden.
Anette Quadt nahm als Vorsitzende die Auszeichnung für die Tiertafel Rhein-Erft entgegen. Die Tafel hilft Menschen, die kein Geld für Tierfutter und Tierarzt aufzubringen wissen und nur so ihre treuen Begleiter auf vier Pfoten behalten können. Heike Wieneke vom Verein Erftigel rettet gefährdete Stacheltiere mit Fachwissen und Leidenschaft. „Ich habe in Glessen einmal einen hilflosen Igel gesehen, sie angerufen, und umgehend setzte sie sich ins Auto und holte das Tier zu sich“, schilderte Mießeler eine eigene Erfahrung.
Walter Wolf kümmert sich um das städtische Biotop an der alten Fliestedener Kläranlage, das für viele Tiere ein sicheres Zuhause geworden ist. Er pflegt kranke, verwaiste und verletzte Wildtiere und öffnet den besonderen Ort auch für Kindergärten und Schulen. Nicht persönlich in Empfang nehmen konnte Peter Wittig den Preis. Als „Krötenpeter“, so sein allseits bekannter Spitzname, kümmert er sich unter anderem in der Grünen Lunge um den Schutz von Tieren, die keine Lobby haben. Umrahmt wurde die Preisverleihung wie seit vielen Jahren von den Oberaußemer „Friends of Music“ unter Tabea Scholdan unter anderem mit einer bemerkenswerten Interpretation von Abba-Songs und mit der fulminant vorgetragenen „Bohemian Rhapsodie“ von Queen.
