Während die Bergheimer Grünen vor falschen Rückschlüssen warnen, steht für die AfD fest, wer das Feuer gelegt hat.
Hintergrund noch unklarJamaika verurteilt Brandanschlag auf Fahrzeuge des Kreises in Bergheim

An der Kreisverwaltung in Bergheim waren am Mittwoch drei Autos ausgebrannt.
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Die Jamaikakoalition im Rhein-Erft-Kreis verurteilt die mutmaßlichen Brandanschläge auf Fahrzeuge der Kreisverwaltung wie auch weitere Sachbeschädigungen an Kreisfahrzeugen sowie an Teilen des Kreishauses in Bergheim auf das Schärfste. Dieses „inakzeptable Vorgehen“ richte sich gegen den demokratischen Rechtsstaat, heißt es in einer Pressemitteilung von CDU, Grünen und FDP/FW. Extremismus und politische Gewalt hätten keinen Platz in unserer Gesellschaft.
Nach Einschätzung der Grünen in Bergheim dürften die aktuellen Vorfälle nicht völlig isoliert betrachtet werden: 2025 sei es in der Kreisstadt öfter vorgekommen, dass „die Hemmschwelle für Aggressionen, Bedrohungen und Sachbeschädigungen an privatem wie an öffentlichem Eigentum sinkt“. Wer öffentliches Eigentum beschädige, treffe am Ende die Allgemeinheit. „Die Kosten tragen wir alle“, sagte die Fraktionsvorsitzende Astrid Dahmen-Fries.
Bergheim: Grüne warnt vor Spekulationen
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung sei es wichtig, bei den Fakten zu bleiben. Solange die Hintergründe der Tat nicht bekannt sind, sollten Spekulationen über mögliche politische oder extremistische Motive unterbleiben, unterstreicht Dahmen-Fries. Eine sorgfältige Aufklärung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Fakten seien die beste Grundlage für eine sachliche öffentliche Debatte.
Aus Ermittlerkreisen hatte es am Mittwoch geheißen, es sei nicht auszuschließen, dass die Tat im Zusammenhang mit der von der EU bevorstehenden Verschärfung der Asylpolitik stehe.

Der AfD-Politiker Jeremy Jason äußert einen Verdacht zu den Tätern.
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Der AfD-Politiker Jeremy Jason sagte auf Facebook, er vermute, dass die Täter aus dem linken Spektrum kämen. Brandanschläge trügen erfahrungsgemäß deren Handschrift. „Die Brüder sind ja in der letzten Zeit echt aktiv. Sie versuchen überall, gegen uns Welle zu machen vor dem Erfurter Bundesparteitag und unseren Landesparteitagen. Man versucht da, überall aufzuhalten, wo man nur kann.“
Unbekannte hatten um kurz vor 6 Uhr am Mittwochmorgen (3. Juni) auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung am Willy-Brandt-Platz drei Kleinbusse angezündet. Durch das Feuer war auch die Fassade des Verwaltungsgebäudes beschädigt worden. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Der Staatsschutz ermittelt.