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Brandanschlag: Staatsschutz ermitteltBusse von Ausländeramt des Kreises in Bergheim angezündet

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Das Bild zeigt ausbrannte Kleinbusse.

Drei Kleinbusse des Ausländeramtes sind am Mittwochmorgen auf dem Parkplatz des Kreishauses in Bergheim abgebrannt. An weiteren Fahrzeugen wurden die Reifen zerstochen.

Steht Brand in Zusammenhang mit der von der EU bevorstehenden Verschärfung der Asylpolitik?

Gegen 5.45 Uhr am Mittwochmorgen wurden die Polizei und die Feuerwehr nach Bergheim zum Kreishaus gerufen. Auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung am Willy-Brandt-Platz standen drei Kleinbusse lichterloh in Flammen. Das Feuer beschädigte auch die Fassade des Verwaltungsgebäudes. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

Ein privater Sicherheitsdienst hatte den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die Wehr rückte mit mehreren Einheiten aus Bergheim, Thorr und Glesch/Paffendorf an. In schwerem Atemschutz löschten die Einsatzkräfte die Brände. Thomas Schweinsburg, Sprecher der Kreisverwaltung: „Aufgrund des Vorfalls kann es aktuell zu Einschränkungen im Dienstbetrieb des Ordnungsamtes, des Sozialamtes, des Amtes für Betreuung, Pflege und Senioren sowie des Gesundheitsamtes kommen. Die Kreisverwaltung bittet Bürgerinnen und Bürger hierfür um Verständnis."

Die betroffenen Fahrzeuge waren laut Schweinsburg drei Autos des Ausländeramts. Sie brannten komplett aus. Bei drei weiteren Fahrzeugen anderer Dienststellen wurden die Reifen zerstochen. Die Polizei sperrte die Einsatzstelle weiträumig ab und sicherte Spuren. Parallel dazu nahm der Staatsschutz die Ermittlungen auf. Noch sind die Hintergründe der Tat unklar.

Die Polizei hatte am Mittwoch eine sogenannte BAO (Besondere Aufbauorganisation) eingerichtet und unmittelbar den Staatsschutz informiert. Die BAO wird immer dann eingerichtet, wenn komplexe oder umfangreiche Einsatzlagen, wie zum Beispiel Anschläge oder Katastrophen, nicht mehr mit der normalen polizeilichen Alltagsstruktur bewältigt werden können.

Ob die Tat in Zusammenhang mit der von der EU bevorstehenden Verschärfung der Asylpolitik steht, wird nicht ausgechlossen. Die EU plant die Abschiebeverfahren straffer durchzuführen. Ausreisepflichtigen Personen sollen Leistungen reduziert werden, sofern sie nicht kooperieren. Abschiebehaft soll je nach Fall verlängert werden können. Des Weiteren sollen Abschiebezentren in Drittstaaten errichtet werden können, in die Asylbewerber gebracht werden, deren Abschiebung sonst scheitert, weil das Heimatland sie nicht aufnimmt. 

Zeugen, die am Mittwochmorgen im Bereich des Kreishauses in Bergheim verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sollen sich unter 0221/2290 oder per E-Mail melden.