Knapp 21 Millionen Euro investiert der Rhein-Erft-Kreis in den Anbau, die Fertigstellung ist für August 2027 geplant.
21 Millionen EuroRichtfest für zweiten Bauabschnitt am Berufskolleg in Bergheim gefeiert

Das Raumkonzept des ersten Bauabschnitts werde im Neubau weiterentwickelt.
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Nicht einmal ein Jahr sei seit dem Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt am Berufskolleg Bergheim vergangen, jetzt freue er sich das Richtfest feiern zu können, ein „Meilenstein“, sagte Landrat Rock. Zum Richtspruch zerschmetterte Bauleiter Mirko Röhl nach altem Brauch aus der Höhe des Gerüstes ein zuvor geleertes Schnapsglas. Zum Fest gekommen waren der Geschäftsführer des Bauunternehmens Goldbeck Public Partner GmbH, Carsten Hense, die abj-Architektin Sarah Schäper gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Elisabeth Hülsewig, Schulleiterin Anna Emmans, Schülern und Projektbeteiligten.
Knapp 21 Millionen Euro investiert der Rhein-Erft-Kreis in den Anbau an das bestehende Berufskolleg mit Außenanlagen, die Fertigstellung ist für August 2027 geplant. Dank fertiger Bauteile aus den Betonfertigteilwerken Goldbeck sei eine zügige Umsetzung der Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb möglich. „Mit etwas Fantasie können wir die modernen offenen Lernwelten, die hier bald genutzt werden, schon erkennen“, sagte der Landrat. Das Raumkonzept des ersten Bauabschnitts werde im Neubau weiterentwickelt. Neue offene Lernlandschaften sollen insbesondere zeitgemäßes Lernen in den Fachbereichen Ernährung und Versorgung sowie Gesundheit ermöglichen.
Bergheim: Lernen in offenen Lernlandschaften
Die Schüler- und die Lehrerschaft übten bereits das neue Lernkonzept ein, erläuterte die Schulleiterin Anna Emmans im Gespräch. Ausgehend von der Erkenntnis, dass jedes Gehirn anders funktioniere, trügen die Räumlichkeiten dem Rechnung und ermöglichten das Lernen in offenen Lernlandschaften, entweder alleine, in Gruppen oder zur Präsentation des Gelernten. Räume, die zu modernen Unterrichtskonzepten passten und zugleich flexibel genug für Veränderungen seien, bezeichnete Landrat Rock als Weiterentwicklung. Die Zusammenführung des Berufskollegs an der Kettelerstraße ermögliche die weitere Entwicklung der Schullandschaft im Kreisgebiet.
Der Neubau sei mit zwei Wärmepumpen und einer Photovoltaikanlage auf einen hohen Standard ausgelegt und erfülle den Effizienzgebäudestandard Effizienzhaus 40 Plus. Die Fußbodenheizung könne im Sommer auch zur Temperierung der Räume genutzt werden.
Mit der Erweiterung werden künftig die bislang auf zwei Standorte verteilten Bildungsgänge des Berufskollegs am Standort Kentener Wiesen zusammengeführt. Das vom Berufskolleg genutzte Gebäude an der Kettelerstraße soll anschließend umgebaut und künftig von der Michael-Ende-Schule genutzt werden, einer Förderschule des Rhein-Erft-Kreises mit dem Förderschwerpunkt Sprache.
Für einen effizienten Betrieb des neuen Schulgebäudes sollen die nächsten 17 Jahre Mitarbeiter der Goldbeck Public Partner sorgen und so den langfristigen Werterhalt der Immobilie sichern.
