Winde entfachten das Feuer immer wieder neu. 81.500 Quadratmeter Feld, Wald und Böschung zwischen Oberaußem und Quadrath-Ichendorf verwüstet.
Dürre wird zur GefahrGroßbrand hält 120 Feuerwehrkräfte in Bergheim stundenlang in Atem

Zwischen Bergheim-Oberaußem und Quadrath-Ichendorf brannte eine Fläche von 81.500 Quadratmetern. Betroffen war auch die Böschung der Kohlebahn.
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Dürre Wälder und staubtrockene Felder – in diesen Wochen reicht oft schon ein Funke, um einen Großbrand auszulösen. Die Feuerwehren im Rhein-Erft-Kreis sind deshalb seit geraumer Zeit in erhöhter Alarmbereitschaft. Zwar konnten in den vergangenen Wochen mehrere kleinere Flächen- und Böschungsbrände jeweils schnell unter Kontrolle gebracht werden. Am Sonntagnachmittag trat jedoch genau das ein, wovor viele Einsatzkräfte gewarnt hatten.
Gegen 15 Uhr meldeten Zeugen ein größeres Feuer im Bereich der Landstraße 91 bei Bergheim-Oberaußem hinter dem Hallerhof. Als die ersten Einsatzkräfte nach wenigen Minuten eintrafen, wurde schnell klar: Hier ist Verstärkung erforderlich.
Drohne wird zur Brandbekämpfung eingesetzt
Angetrieben durch den Wind breiteten sich die Flammen mit hoher Geschwindigkeit über Felder, Böschungen und Waldflächen aus. Einsatzleiter Mark Giesen ließ Stadtalarm für Bergheim auslösen. Alle zur Verfügung stehenden Kräfte von allen Löschzügen und -gruppen wurden alarmiert.
Um sich einen Überblick über das Ausmaß zu verschaffen, rollte auch die Drohneneinheit der Feuerwehr Kerpen an. „Das Bodenfeuer breitete sich zeitweise rasant schnell aus“, berichtet Peter Keuthmann von der Feuerwehr später in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Mithilfe der Drohne konnte genau verfolgt werden, in welche Richtung sich die Flammen ausbreiteten. Entsprechend konnten die Kräfte und Fahrzeuge eingesetzt werden.

Mit Hilfe von Drohnenaufnahmen konnte verfolgt werden, in welche Richtung sich das Feuer ausbreitete.
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Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurden zusätzlich zwei Großtanklöschfahrzeuge aus Frechen und Kerpen mit insgesamt 18.000 Litern Wasser angefordert. Auch die Werkfeuerwehr von RWE unterstützte den Einsatz mit einem Tanklöschfahrzeug, das weitere 30.000 Liter Löschwasser zur Verfügung stellte.
Der Brand breitete sich in Richtung Kohlebahn und Quadrath-Ichendorf aus. Fahrzeuge mit Sprühdüsen konnten zielgenau die Flammen ablöschen. Erst nach rund sechs Stunden konnte vorläufige Entwarnung gegeben werden. Die ersten von insgesamt rund 120 Kräften rückten wieder ein. Durch die Übersichtsaufnahmen der Drohnen konnte das abgebrannte Gebiet genau bestimmt werden. 81.500 Quadratmeter Feld, Wald und Böschung fielen den Flammen zum Opfer.
