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Kommunaler WärmeplanWärmeplan für Bergheim soll 2028 stehen

Die Kreisstadt Bergheim analysiert zunächst die heutige Wärmeversorgung und will bis 2028 eine strategische Grundlage für die Zukunft schaffen.

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ARCHIV - 08.06.2023, Schleswig-Holstein, Wedel: Fernwärme-Rohre sind bei einem Pressetermin zur Fertigstellung einer Wind-zu-Wärme-Anlage (Power-to-Heat-Anlage) auf dem Gelände des Heizkraftwerks Wedel zu sehen. Nach der Einigung auf Grundzüge eines künftigen Heizungsgesetzes will Bundesbauministerin Geywitz die Wärmeplanung mit den Kommunen vorantreiben. (zu dpa «Bauministerin Geywitz will Wärmeplanung mit Kommunen vorantreiben») Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bergheim will auch Abwärme aus der Industrie nutzen (Symbolbild).

Die Stadt Bergheim startet mit der Erarbeitung des kommunalen Wärmeplans. Wie die Pressestelle der Kreisstadt berichtet, ist das erklärte Ziel dabei, eine langfristige strategische Grundlage für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung im gesamten Stadtgebiet zu schaffen. Im Jahr 2028 soll die Wärmeplanung abgeschlossen sein.

Analyse der heutigen Wärmeversorgung

Im ersten Schritt wird die heutige Wärmeversorgung in Bergheim umfassend analysiert, heißt es in der Mitteilung der Stadt Bergheim: „Betrachtet werden unter anderem der bestehende Wärmebedarf, die vorhandene Versorgungsinfrastruktur und die derzeit eingesetzten Energieträger. Darauf aufbauend werden Potenziale und mögliche Entwicklungspfade für eine zukünftige Wärmeversorgung untersucht.“

Erneuerbare Energien und Abwärme im Blick

Dabei könnten unter anderem erneuerbare Energien, Wärmenetze sowie bislang ungenutzte Wärmequellen eine Rolle spielen. Ein stetiges Thema sind auch Abwärmepotenziale aus Gewerbe, Industrie und weiteren Anlagen, die bei der Wärmeplanung in die Betrachtung einbezogen werden. „Mit der kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine wichtige Orientierung für die zukünftige Wärmeversorgung in Bergheim. Wir wollen frühzeitig untersuchen, welche Potenziale in unserer Stadt vorhanden sind und welche Lösungen sich für die unterschiedlichen Bereiche des Stadtgebiets perspektivisch anbieten“, sagt Bürgermeister Volker Mießeler. „Dabei ist uns wichtig, transparent vorzugehen und die Bürgerinnen und Bürger über die einzelnen Schritte und Ergebnisse zu informieren.“

Strategisches Instrument ohne verbindlichen Charakter

Die Stadt versteht die kommunale Wärmeplanung als strategisches Planungsinstrument. Sie zeigt auf, welche Möglichkeiten für eine zukünftige Wärmeversorgung grundsätzlich bestehen und wo sich entsprechende Potenziale befänden. Einen unmittelbar verbindlichen Charakter habe sie dagegen nicht, ist aus der Mitteilung der Pressestelle zu entnehmen: „Aus ihr ergeben sich weder konkrete Vorschriften noch Verpflichtungen für Bürgerinnen und Bürger oder Unternehmen. Sie dient vielmehr als Orientierung und Grundlage für zukünftige Entscheidungen zur Wärmeversorgung.“ Die konkreten Ergebnisse sollen im weiteren Projektverlauf erarbeitet werden.

Informationen und Klimakampagne

Die Stadt will über den weiteren Verlauf der kommunalen Wärmeplanung, Beteiligungsmöglichkeiten, Zwischenschritte und Ergebnisse fortlaufend informieren. Weitere Infos gibt es auch auf der Website der interkommunalen Klimakampagne „Jetzt machen WIR: Gemeinsam für mehr Klimaschutz“. Getragen wird die Kampagne von den Städten Bedburg, Bergheim, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Kerpen, Pulheim und Wesseling getragen wird, mit Unterstützung von NRW.Energy4Climate und dem Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis (EkoZet).

jetztmachenwir.de/bergheim