Die Stadtteile Auenheim, Niederaußem und Oberaußem sollen lebenswerter werden. Erste Maßnahmen kristallisieren sich heraus.
Schlüsselmaßnahmen anvisiertBergheims Masterplan für die Zeit nach der Kohle wird konkreter

Mit dem Masterplan Bergheim Nord will die Kreisstadt sich für die Zeit nach der Kohle vorbereiten.
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Mit dem Masterplan Bergheim Nord will sich die Kreisstadt für die Zukunft aufstellen und visiert dabei die Entwicklung von Niederaußem, Oberaußem und Auenheim an. Mit dem Strukturwandel und mit dem nahenden Kohleausstieg plant die Kreisstadt, die Lebensqualität in den drei Ortsteilen zu erhöhen.
Nun haben sich die ersten drei Schlüsselmaßnahmen herauskristallisiert, wie aus dem letzten Haupt-, Personal-, Wirtschaftsförderungs- und Strukturwandelausschuss hervorging. Das Planungsbüro StadtGuut stellte hier den derzeitigen Stand des Masterplans vor.
Bergheim: Stadtteile vom Kraftwerksareal zerschnitten
Der Stadtraum ist von zahlreichen Barrieren durchschnitten, etwa wegen des Kraftwerksgeländes und seiner Infrastruktur. Dazu hätten die historischen Ortszentren ihre Funktion verloren, so das Planungsbüro. Die geschäftigen Hauptstraßen seien wesentliche Verbindungen, würden jedoch keine Aufenthaltsqualität aufweisen.

Zu den Schlüsselmaßnahmen des Masterplans gehört auch die Entwicklung der Dormagener Straße in Niederaußem.
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Genau hier soll der Masterplan ansetzen. Zu den drei Schlüsselmaßnahmen gehört deshalb ein „Begegnungspfad“, ein Fuß- und Radweg, der die Stadtteile über sichere und hochwertige Alltagswege miteinander verbinden soll. Als zweite Schlüsselmaßnahme soll die Dormagener Straße als Zukunftsraum entwickelt werden, als dritte die Brieystraße. Diese zentralen und viel genutzten Straßen sollen durch Entsiegelung, Verkehrsberuhigung und neuer Freizeitangebote zu niedrigschwelligen Orten der Begegnung für unterschiedliche Zielgruppen werden.
Eine ganze Reihen weiterer Maßnahmen sind in der erweiterten Planung. Die Kreisstadt will diese schrittweise mithilfe von Fördermitteln des Strukturwandels umsetzen.
Umsetzung erster Maßnahmen im Jahr 2027
Verschiedene Befragungen seien mit eingeflossen, wie das Planungsbüro im Ausschuss erklärte. Die Stadt setzte bei der Bürgerbeteiligung auf Veranstaltungen vor Ort, aber auch mit einem digitalen Portal um. Eine Umfrage für Projektideen, die vom 26. März bis zum 17. Mai lief, verzeichnet 108 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Bürgermeister Volker Mießeler erklärte, dass eine Beschlussfassung zu den Schlüsselmaßnahmen für den September geplant ist. Er zeigte sich zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr Förderanträge dafür gestellt werden können, um die ersten Maßnahmen bereits 2027 umzusetzen.
Neben dem Masterplan Bergheim Nord beschäftigte sich die Kreisstadt auch mit der Nachnutzung des Kraftwerksgeländes. Der Stadtrat hatte im März für ein Konzept gestimmt, das die Perspektive Struktur Wandel (PSW), einer gemeinsamen Gesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der RWE Power AG, erstellt hatte. Langfristig sollen auf dem Gelände mehrere Gewerbeparks und Quartiere, aber auch Grünflächen und Flächen für die Freizeitnutzung entstehen. Auch dieses Strukturkonzept sieht weitere Wegeverbindungen zwischen den Ortsteilen vor.
