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KulturfestivalMit diesen Liedern begeisterten die Ursula Singers aus Brühl ihr Publikum

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Zu sehen sind die Ursula Singers auf der Bühne.

Die Ursula Singers zeigten, wie vielfältig Stimmen klingen können. 

Der Auftritt des Brühler Ensembles wird angesichts des Wetters vom Rathaus-Innenhof ins Max-Ernst-Museum verlegt.

Mit Leidenschaft, Präzision, stilistischer Bandbreite, aber vor allem mit hörbarem Spaß an der Sache haben die Ursula Singers ihr Publikum bei einem Konzert während des Sommer-Kulturfestivals „Brühlermarkt“ begeistert. Mal kraftvoll und mit ordentlich Druck, mal fein und zurückgenommen – der Pop- und Jazzchor unter der Leitung von Daniel Janzing bewies einmal mehr, warum er zu den festen Größen der regionalen Chorszene zählt.

Einst als Schulchor des St.-Ursula-Gymnasiums gegründet, hat sich das A-cappela-Ensemble zu einem eigenständigen Verein entwickelt. Für das Konzert mit großen Pop-Hits am Freitagabend wurde der Auftrittsort vom Rathausinnenhof in den Dorothea Tanning-Saal des Max-Ernst-Museums verlegt. Hier gab es keinen Wind und keinen Regen, sondern rund 40 Sängerinnen und Sänger, die mit ihrer stimmlichen Qualität und Ausdrucksstärke überzeugten.

Mal nachdenkliche, mal mitreißende Töne

Mit fein abgestimmten Arrangements und dynamischen Interpretationen gelang es dem Chor, die Gäste auf eine musikalische Reise durch unterschiedliche Stimmungen mitzunehmen – von nachdenklichen Augenblicken bis hin zu mitreißenden Höhepunkten. An die Hand genommen wurden sie dabei von dem Moderationsduo Sarah Esser und Davide-Pio Crapanzano. Die beiden Ensemblemitglieder führten charmant und kurzweilig durch das Programm, erläuterten Hintergründe und plauderten aus dem Chorleben.

Ein wenig Sommer zog mit dem ersten Titel „Mr. Blue Sky“ in den Saal. Ob „Die perfekte Welle“ von Juli oder „Kiss from a Rose“ von Seal mit Streichquartettbegleitung – die weiteren Songs trugen mit anspruchsvollen Harmonien, Klangfülle und einer guten Balance der Stimmen eine eigene Handschrift: Einen Titel, den man sicher nicht so oft zu hören bekommt, war „Duft Punk“ von Pentatonix. Mit rhythmischer Präzision und vokaler Virtuosität machte ihn der Chor zu einer glaubwürdigen Nachbildung elektronischer Sounds mit Stimmen.

Das Publikum applaudierte. Ebenso berührende Momente, aber wohl auch die stillsten gab es mit dem Song „Ich seh dich“ von Oliver Gies. Der Chor nahm die Dynamik weit zurück und schuf einen transparenten, warmen Klang, der den poetischen Text in den Fokus rückte.

In der zweiten Konzerthälfte hatten die Sängerinnen und Sänger ihre Abendgarderobe gegen bunte Hemden getauscht, und weiter ging es mit Liedern von Johnny Nash, Elton John und ABBA, die sie mit viel Bühnenpräsenz und in einem kraftvollen Sound darboten. Mit dem Michael Jackson-Klassiker „They Don’t Care About Us“ in einem Arrangement von Valerie Nieswandt und Ina Thierkopf gelang den Ursula Singers ein weiterer eindrucksvoller Moment des Abends.