Neue Radstation am Brühler BahnhofSo bekommen Pendler einen Stellplatz im Container

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Die bisherige Radstation am Bahnhof wird abgebrochen und vorerst durch ein Provisorium ersetzt.

Die bisherige Radstation am Bahnhof wird abgebrochen und vorerst durch ein Provisorium ersetzt.

  • Am Brühler Bahnhof soll bis zum Jahr 2022 eine neue Radstation entstehen.
  • Bis die Arbeiten beginnen können, werden jedoch Container aufgestellt, die deutlich weniger Stellplätze haben als die aktuelle Radstation.
  • Wir erklären, wie Pendler einen Platz im deutlich kleineren Provisorium ergattern können.

Brühl – Monatelang hat die Verwaltung auf grünes Licht aus Düsseldorf gewartet. Nun ist es soweit. Auf dem landeseigenen Parkplatz zwischen Schlosspark und Bahnhof darf eine provisorische Radstation errichtet werden. Die Verantwortlichen beim Land hatten gezögert, weil sie sich um die Sicht auf Schloss Augustusburg, immerhin Weltkulturerbe, sorgten. Bis Ende November werden Container aufgestellt, in denen 288 Fahrräder abgestellt werden können.

Nötig ist das Provisorium, weil die bisherige rund 350 Räder fassende Fahrradgarage einer Rampe für Rollstuhlfahrer weichen muss und der geplante Neubau sich nicht so schnell realisieren lässt. Die Rampe ist wiederum eine von zwei Voraussetzung für einen barrierefrei erreichbaren Bahnhof. Die zweite ist ebenfalls bald erfüllt. Die Bahn AG will noch bis Jahresende Fahrstühle installieren, damit Reisende vom Tunnel unter den Gleisen aus zu ihren Zügen gelangen können.

Nicht jeder Pendler bekommt einen Platz im kleineren Provisorium

Die bisherige Radstation ist 20 Jahre alt. Sie kostete 1,15 Millionen Mark, also knapp 600.000 Euro, und wurde im August 2000 eröffnet. „Mittlerweile genügt die Station in keiner Weise mehr den Anforderungen“, heißt es aus dem Rathaus. Daher soll bis Mitte 2022 eine moderne Station entstehen. Für den Abbruch der Fahrradgarage und den Neubau rechnet die Verwaltung mit Kosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Im Rahmen des Förderprogramms Nahmobilität 2020 kündigte das Land einen Zuschuss in Höhe von 665.700 Euro an, um das Fassungsvermögen auf rund 650 Fahrräder zu erhöhen.

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Einen Platz im deutlich kleineren Provisorium wird nicht jeder ergattern – jedenfalls nicht spontan. Die Container stehen nur registrierten Nutzern zur Verfügung – allerdings kostenlos. Auf der Internetseite der Stadt ist ein Formular hinterlegt, um Stellplatzwünsche verbindlich anzumelden, teilte die Verwaltung mit. Die Stellplätze würden nach Eingang der Anmeldungen vergeben, gleichzeitig werde eine Warteliste erstellt. Alle bisherigen Nutzungsverträge blieben bestehen, die Zahlung der Beiträge werde mit der Schließung der bisherigen Radstation ausgesetzt. Kündigungen seien aber möglich.

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