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Start steht bevorSo läuft die Vorbereitung auf die Badesaison an den Seen in Rhein-Erft

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Zu sehen ist ein Mann, der eine Sandreinigungsmaschine schiebt.

Mit der Sandreinigungsmaschine säubert Strandbad-Betreiber Christoph Hausmann die Fläche am Otto-Maigler-See, die Vorbereitungen auf die Saison laufen.

Noch sind die Wassertemperaturen zum Baden zu niedrig, doch das dürfte sich in den kommenden Wochen ändern.

Die Badesaison an den Seen im Rhein-Erft-Kreis steht vor der Tür: Seit Ostern wird das Gelände des Otto-Maigler-Sees für die Eröffnung hergerichtet, und auch an anderen Gewässern in der Region wird schon an Sand, Rasen und Infrastruktur gearbeitet. Wir geben einen Überblick.

Otto-Maigler-See erhält Zeltlandschaft für den Beach-Club

Die Vorbereitungen für den Beginn der Badesaison laufen am Otto-Maigler-See in Hürth-Gleuel auf vollen Touren. Über die Osterfeiertage errichtete das Team von Christoph Hausmann eine Zeltlandschaft mit weißen Dachspitzen auf einer 430 Quadratmeter großen Fläche. Die Männer zogen Zeltfolien als Trennwände für unterschiedliche Bereiche des Beach-Clubs ein und holten Sofas, Sessel, Stühle und Tische aus den Containern, die, einmal entleert, als Lagerstätten für die täglichen Anforderungen des Betriebes oder als Kühlkammern dienen werden.

Im Außenbereich knatterte bereits der Benzinmotor für die Hydraulik der Sandreinigungsmaschine. Für den Anfang ist ein grobes Sieb eingespannt, das Muscheln, Steinchen, Kronenkorken und vieles mehr vom Sand trennt. Regelmäßig werde bald mit dem Rechen auch die Liegewiese jenseits des aufgeschütteten Sandstrandes vom Kot der Wasservögel befreit werden. „Es ist noch viel zu tun. Aber Ostern war diesmal früh im April, uns bleibt für alles ausreichend Zeit bis zur Eröffnung“, sagt Christoph Hausmann. Natürlich hofft der Betreiber auf heiße Tage, „wenn Abkühlen am See die einzige Lösung ist“.

Von 10 bis 20 Uhr habe das Bad immer geöffnet, wenn „schönes Wetter“ sei. Auf der Homepage werde über offene Tage in der Saison, die vom 1. Mai bis voraussichtlich Mitte September dauere, informiert. Neben einer Hüpfburg für die Kinder und Beachvolleyball werde es diesen Sommer eine „große Überraschung“ geben, „etwas Neues für den See“, sagt Hausmann, mehr möchte er noch nicht verraten.

Zu regelmäßigen Veranstaltungen gehöre die „Afterwork Party“ an jedem zweiten Donnerstag im Monat ab 16 Uhr mit dem D. J. Martin Guka, der auch auf der elektrischen Geige spiele. Zum lateinamerikanischen Abend „Fiesta del Lago“ am 25. Juli erwarte er das „Duo Gonzalez“ mit Gitarre und Percussion. Mit „Jeck am See“ starte das Nachfolgekonzert der „Kölschen Nacht“ am 5. September – als „Veranstaltung mit einem gesamtschlüssigen Konzept aus einer Hand“, so Hausmann.

Am Zieselsmaar wird aufgeräumt und gelaufen

Auch am Zieselsmaar bei Kerpen-Brüggen laufen die Vorbereitungen für den Badebetrieb, der dort am 15. April beginnt. Noch einmal würden die Mitglieder des Familiensportbundes Erftland-Ville rund 30.000 Quadratmeter Rasen mähen, erläuterte die zweite Vorsitzende Notburga Junggeburth. Nach Ostern treffe man sich zum „Dreck-weg-Tag“, um das Gelände rund um den See von Müll zu befreien.

Ganzjährig pflegten die Mitglieder mit Geländewart Philip Mecke das Areal. Das FKK-Gelände locke viele Tagesgäste auch ohne Vereinsmitgliedschaft an den See – freilich sei keine Badebekleidung zugelassen. Am 16. Mai lädt der FSB zum Spendenlauf um den See ein, pro Runde zahlen Läuferinnen und Läufer einen Euro zugunsten des Jugendrotkreuzes Kerpen.

Strände am Liblarer See und Heider Bergsee sind bereits startklar

Ganz ohne saisonale Vorbereitungen kommen die Seebäder am Liblarer See und dem Heider Bergsee in Brühl aus. Durch die angeschlossenen Campingplätze, die ganzjährig Gäste beherbergten würden die Seeufer zum Baden ohnehin ständig gepflegt, teilen die zwei Betreiber mit. Am Heider Bergsee steht das Kassenhäuschen zum Seebad noch leer, wer an das Seeufer möchte, meldet sich im Campingplatzbüro an.

Zu sehen ist ein Mann, der neben einem neu gepflanzten Baum steht.

Am Heider Bergsee wurden neue Bäume gepflanzt.

Neben den ständig laufenden Pflegemaßnahmen habe man m Herbst letzten Jahres leider stattliche Weiden fällen müssen, erläuterte Betreiber Andreas Schirmer. Für die abgestorbenen Bäume seien neue gepflanzt worden. Der Badebetrieb am Heider Bergsee laufe von Mai bis Ende September. Im Liblarer Strandbad seien sie immer auf Badegäste vorbereitet, sagte Susanne Wolf-Kürsten vom Familienbetrieb: „Wir warten nur auf schönes Wetter.“ Im Sommer gehe der Badebetrieb in der Regel von 8 Uhr bis 20 Uhr.

Am Bleibtreusee wird die Gastronomie nach einem Brand erneuert

Auch am Brühler Bleibtreusee zeigen sich die öffentlichen Flächen mit Sandstrand und Rasenliegefläche neben der Wasserskianlage fit für den Badbetrieb. Nur auf die berühmte Schwimmbad-Pommes müsse man derzeit noch verzichten, sagte der Betreiber der Gastronomie am öffentlichen Gelände, der Inhaber der Wasserskianlage Milan Robinet. Das Haus mit Küche und Gastraum werde zur Zeit nach einem Brand im Winter noch neu ausgestattet.

Zu sehen sind drei junge Männer auf einem Surfboard.

Noch ist das Wasser des Bleibtreusees zu kalt, um dort ohne Neoprenanzug zu baden.

Bis Anfang Mai soll es fertig sein, wenn auch Badegäste erwartet werden, hofft Robinet. Pizza und Getränke könnten Gäste bis dahin an der Wasserskianlage einkaufen.