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Erftstadt zieht BilanzBaubeginn der neuen Feuer- und Rettungswache in Friesheim 2026

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Zwei Feuerwehrmänner stehen an einer Straße, im Hintergrund sieht man weitere Feuerwehrleute sowie blaue Einsatzfahrzeuge.

Ende Mai 2025 war die Feuerwehr beim Starkregen in Herrig im Einsatz.

Zu fast 10.000 Einsätzen rückte die Feuerwehr 2025 aus. Insgesamt stehen drei Neubauten auf dem Plan von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Ein ereignis- und vor allem einsatzreiches Jahr liegt hinter dem Rettungsdienst und der Feuerwehr der Stadt Erftstadt. Auch 2026 steht viel an. Neben neuen Fahrzeugen sind drei Neubauten geplant: die Feuer- und Rettungswache in Friesheim, die Hauptfeuer- und Rettungswache in Lechenich und das Feuerwehrgerätehaus in Bliesheim.

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, musste die Feuerwehr 2025 „zu deutlich mehr Einsätzen ausrücken“ als im Vorjahr. „Waren es in 2024 noch rund 5800, lag die Zahl 2025 bald bei 10.000“, bilanzierten Thomas Hammer, Leiter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, und seine Stellvertreter Wolfgang Erkens und Olaf Stock.

So hätten etwa Brände mehrfach für Großeinsätze gesorgt. „Kurios war in einem Brandfall sicher der Fund einer Cannabisplantage“, so Hammer, Erkens und Stock. Außerdem mussten die Einsatzkräfte häufig zu Verkehrsunfällen ausrücken. Die Kampfmittelfunde im April in Bliesheim und im September in Kierdorf sowie die Starkregenereignisse Ende Mai und Mitte Juni hielten die Feuerwehr zudem in Atem.

Bau der neuen Feuer- und Rettungswache in Friesheim soll 2026 beginnen

2026 soll der Bau der neuen Feuer- und Rettungswache für den ehrenamtlichen Löschzug 2 am neuen Standort in Friesheim beginnen. Zunächst müsse das bestehende Gebäude der ehemaligen Autowerkstatt abgerissen werden, heißt es aus dem Rathaus. „Der Abbruch des Gebäudes soll im März erfolgen“, erläuterte der Technische Beigeordnete Dirk Schulz. Nach der Abstimmung der Pläne werde ein Generalunternehmer gesucht, der Baubeginn werde noch für dieses Jahr angestrebt, so Schulz weiter. 

Der bisherige Standort werde in Betrieb bleiben, bis der neue Standort bereitstehe, „der dann Friesheim, Niederberg und Borr kombiniert“, heißt es seitens der Stadtverwaltung.

Weiter auf der Agenda stehen der Stadt zufolge der Neubau der Hauptfeuer- und Rettungswache in Lechenich und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Bliesheim. „Für das Projekt in Lechenich wird aktuell die Erschließung geklärt, was auf Grund der besonderen Lage, unmittelbar an der B 265 gelegen, sehr zeitaufwendig ist“, so Schulz. Wenn die Erschließungsfragen geklärt seien, folge ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren. Für Bliesheim werde im Zuge des Bebauungsplanverfahrens Planungsrecht geschaffen. Die Offenlage sei für das dritte Quartal dieses Jahres geplant, so Schulz weiter.

Erftstadt: Modernisierung des Sirenensystems wird abgeschlossen

Im Frühjahr wird laut der Bürgermeisterin die umfassende Modernisierung des Sirenensystems abgeschlossen. „Lediglich sechs von 36 Anlagen müssen noch errichtet werden. Die Baumaßnahmen sollen möglichst zum Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein“, sagt Alexander Kern von der Stabsstelle für Planwerke, Notfallschutz und Gefahrenabwehr. Danach müsse nur noch die Implementierung der Software erfolgen, so Kern.

Auch wurde und wird laut der Stadt weiter in die Ausstattung investiert.  So habe dem Löschzug 1 Erp/Lechenich ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug zur Verfügung gestellt werden können, sagen Weitzel und Hammer: „Damit verfügt der Löschzug über eine topmoderne Ausstattung zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung.“

2025 habe man zudem begonnen, ein neues, einheitliches Flottendesign für die Feuerwehr und den Rettungsdienst auf den Weg zu bringen, um „die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit der Einsatzkräfte zu erhöhen“. Weitzel und Hammer: „In 2026 sollen die ersten Fahrzeuge im neuen Design präsentiert werden.“

Weitere Pläne der Feuerwehr: Sie möchte laut Hammer unter anderem die IT (Informationstechnik) für den Einsatzleitwagen überholen, neue Brandschutzkleidung, ein neues, elektrobetriebenes Notarzteinsatzfahrzeug und eine neue Rettungsdienstflotte in Betrieb nehmen beziehungsweise beschaffen. 

Die Bürgermeisterin bilanziert: „Die Stadt Erftstadt hat die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger fest im Blick und arbeitet mit Nachdruck daran, bestmögliche Rahmenbedingungen für Feuerwehr und Rettungsdienst zu schaffen.“