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SchritttempoBürger machen sich für verkehrsberuhigten Bereich in Erftstadt stark

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Zu sehen ist eine Straße mit Garagen und parkenden Autos davor, dahinter sind Häuser zu sehen.

Bürger setzen sich dafür ein, dass die Georgstraße in Lechenich zur Spielstraße wird.

Bernd Haynberg hat beantragt, dass die Georgstraße in Lechenich verkehrsberuhigt werden soll, und zur Unterstützung 80 Unterschriften gesammelt.

Der Lechenicher Bernd Haynberg setzt sich dafür ein, dass die Georgstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt wird. Er hat einen entsprechenden Bürgerantrag gestellt.

Die Georgstraße führt durch den Garagenhof einer Reihenhaussiedlung mit 71 Häusern. Beidseitig liegen Garagen mit Stellplätzen. Die Häuser sind über Fuß- und Versorgungswege von der Straße aus zu erreichen. Da der Garagenhof eine relativ lange und schnurgerade Durchfahrtstraße sei, suggeriere er ortsfremden Fahrern wie Lieferdiensten, „dass zügiges Fahren gefahrlos möglich ist“, schreibt Haynberg in seinem Antrag. Die Straße ist in beide Richtungen befahrbar, verfügt jedoch über keinen Bürgersteig.

Das Bild zeigt einen Mann mit Brille und grauen Haaren, der auf einer Bank sitzt.

Bernd Hayberg.

Die häufig vor den Garagen geparkten Autos behindern allerdings die Sicht auf die Einmündungen dieser Wege, erzählt der Anwohner. Zudem seien die Wege an ihrer Einmündung in die Straße nicht erkennbar abgesetzt. „Es besteht die Gefahr, dass spielende Kinder oder querende Fußgänger und Radfahrer mit dem Autoverkehr auf der Georgstraße in Konflikt geraten.“

Erftstadt: Anwohner setzt sich für Verkehrsberuhigung in Lechenich ein

Haynberg verweist auf einen „Generationenwechsel“ in der Siedlung. „Erfreulicherweise ziehen zunehmend Familien mit Kindern hierhin.“ Er vermutet, dass sich das Verkehrsaufkommen an den Garagen daher absehbar erhöhen wird, da junge Familien deutlich mobiler seien als Senioren.

Laut ADAC wird der verkehrsberuhigte Bereich umgangssprachlich meistens als Spielstraße bezeichnet. In einem verkehrsberuhigten Bereich – auf den ein rechteckiges blaues Schild mit spielenden Kindern hinweist – dürfen Fahrzeuge maximal Schrittgeschwindigkeit fahren. In einer Spielstraße wiederum (rot-weißes, rundes Schild) gelte ein Verbot für Fahrzeuge aller Art. 

Zu sehen ist eine Straße mit Garagen und parkenden Autos davor, dahinter sind Häuser zu sehen.

80 Anwohnern befürworten die Verkehrsberuhigung der Straße.

Das Bild zeigt kleine grüne Figuren mit roten Kappen an einer Straße, auf denen „Slow down“ steht.

Auch Figuren in der Nachbarschaft weisen darauf hin, langsamer zu fahren.

„Die Maßnahme wird von den Anwohnern mitgetragen“, schreibt er. So liegen dem Antrag 80 Unterschriften von Anwohnern bei, die eine Verkehrsberuhigung befürworten. Die Kosten für die Umsetzung würden etwa 8000 Euro betragen, habe ihm die Stadtverwaltung auf Anfrage mitgeteilt.

Sinnvoll wären demnach an beiden Einmündungen zur Schleifmühle bauliche Veränderungen wie eine Pflasterfläche. Die Anwohner würden laut Haynberg aber auch eine günstigere Zwischenlösung wie Schilder unterstützen.

Bernd Haynberg engagiert sich seit Längerem in der Siedlung und hat bereits mehrere Nachbarschaftsfeste organisiert. Wie er mitteilt, fand kürzlich an der Georgstraße wieder das regelmäßige Nachbarschafts-Garagenhoffest samt Hüpfburg und Leckereien statt. „Dieses Mal ganz im Zeichen unseres Bürgerantrags für die Umwandlung der Georgstraße in eine Spielstraße“, so der Lechenicher.

Über den Antrag soll am 30. September der Ausschuss für Mobilität und Straßen beraten.