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RVK-Linie 984Eltern beklagen Ausfälle des Schulbusses zwischen Erftstadt und Weilerswist

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Zu sehen ist ein Haltestellenschild an einer Straße.

Ein Vater beklagt, dass die Haltestelle „Am Welschbach“ sowie der Halt „Nikolaus-Ehlen-Str.“ in Lechenich immer wieder nicht bedient würden.

Ein Vater beklagt, dass zwei Haltestellen in Lechenich immer wieder nicht bedient würden. Die RVK hat darauf nun mit Änderungen reagiert. 

Am Mittwoch (7. Januar) enden die Weihnachtsferien in NRW und für Kinder und Jugendliche geht es wieder in die Schule. Die wenigsten Kinder haben dabei das Glück, ihre Schule mit dem Fahrrad oder gar zu Fuß erreichen zu können. Für viele geht es morgens mit dem Bus zur Schule, sofern der denn kommt. 

So seien im Erftstädter Stadtteil Lechenich bis vor den Weihnachtsferien immer wieder Haltestellen nicht angefahren worden, oder der Bus sei nicht gekommen. Davon berichtet Ralf Schnitzler, Vater aus Lechenich. Passiert sei dies bei Fahrten der Schulbuslinie 984 von Lechenich nach Weilerswist zur Gesamtschule. Betreiber der Linie ist die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK).

Lechenich: Ausfälle des Schulbusses sind Herausforderung für Eltern

Schnitzler spricht von Ausfällen des Schulbusses aus Lechenich zur Gesamtschule nach Weilerswist. Auch würden die Busfahrer die Haltestellen „Am Welschbach“ und „Nikolaus-Ehlen-Str.“ in Lechenich immer wieder nicht bedienen, sagt der Lechnicher, der auch Mitglied der SPD-Fraktion im Stadtrat ist. 

Für die Eltern ist es sehr belastend, weil sie ihre Kinder andauernd nach Weilerswist fahren müssen
Ralf Schnitzler, Vater

Für Unmut sorgte die Situation vor allem bei Eltern, für die die Ausfälle auf der Strecke im ohnehin schon stressigen Alltag eine Herausforderung darstellen: „Für die Eltern ist es sehr belastend, weil sie ihre Kinder andauernd nach Weilerswist fahren müssen“, beklagt Ralf Schnitzler.

Der Lechenicher spricht zudem von häufig wechselnden Fahrern auf der Linie. Ein Höhepunkt laut dem Vater: Einmal sei der voll besetzte Bus nach Herrig statt in Richtung der Haltestelle „Nikolaus-Ehlen-Str.“ gefahren. „Die Kinder sind hierdurch zu spät zur Schule gekommen.“

Eltern hätten das Verkehrsunternehmen schon mehrmals auf diesen Fehler hingewiesen, aber es trete einfach keine Besserung ein, so Schnitzler. „Wir Eltern sind mit unserem Latein am Ende“, sagt er.

Erftstadt: Fester Personalstamm für Linie 984 ab Januar

Ein Sprecher der RVK teilt auf Anfrage mit: „In der Vergangenheit ist es vereinzelt vorgekommen, dass die genannten Haltestellen ‚Am Welschbach‘ und ‚Nikolaus-Ehlen-Str.‘ nicht bedient wurden.“ Grund dafür seien Wechsel im Fahrpersonal gewesen, die wegen allgemeiner Optimierungen erforderlich gewesen seien. „Wir bedauern sehr, dass es hierbei zu Fehlern und Missverständnissen gekommen ist“, teilt der Sprecher mit.

Der RVK liege eine Beschwerde vor. Dazu befinde man sich bereits im Austausch mit dem Beschwerdeführer und habe die Gründe für die aktuelle Situation dargelegt.

Das Verkehrsunternehmen reagiert darauf nun mit Änderungen. Man habe sich die Situation genau angeschaut und reagiert, so der Sprecher weiter. „Ab Januar fährt die Linie 984 mit einem festen Personalstamm.“

Darüber hinaus würden Ausfälle, beispielsweise bei starkem Schneefall, so früh wie möglich im Internet kommuniziert, heißt es seitens der RVK weiter. 

https://www.rvk.de


Antrag gestellt

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Erftstadt hat jüngst beantragt, dass die Stadt Erftstadt zusätzliche Busse auf der Strecke zur Gesamtschule nach Weilerswist einsetzt. Susanne Loosen und Ralf Schnitzler begründen, dass die Busse von und zur Gesamtschule überfüllt seien: „Jeder Schülerin und jedem Schüler soll ein Sitzplatz zur Verfügung stehen.“ Meist müssten die Kleinsten über lange Strecken im Mittelgang stehen. Dadurch bestehe eine erhöhte Unfallgefahr, da sich insbesondere die kleinsten Schülerinnen und Schüler nur an den Sitzplätzen festhalten könnten.

Sie beantragen zudem, dass der Start der Linie 984 von der Haltestelle „Solarsiedlung“ nach Herrig, „Peter-Mörs-Platz“, verlegt wird, um angesichts der ohnehin langen Schultage einen zeitaufwendigen Umstieg zu vermeiden.

Zu den überfüllten Schulbussen zur Gesamtschule Weilerswist stellte Schnitzler überdies 2025 eine Anfrage an die Verwaltung. Der Stadt zufolge zeigten aktuelle Erhebungen der RVK in diesem Schuljahr, dass die Besetzung der Busse – der Fahrten von Lechenich und Borr – bei maximal 74 Prozent liege, sodass die Schwelle für den Einsatz eines weiteren Busses noch nicht erreicht sei.

Die Fahrten von Erp und Gymnich seien für dieses Jahr noch nicht erhoben worden, die Verwaltung werde diese anfragen: „Sollte die Erhebung dieser Fahrten eine deutlich höhere Besetzung ergeben, wird die Stadtverwaltung beim Kreis Euskirchen den Einsatz eines weiteren Busses anregen.“ (eva)