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„Die gute Seele“Betreuer Marcel Kreutz ist bei der Jugendfeuerwehr Erftstadt unverzichtbar

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Ein Mann in Feuerwehrhelm steht vor einem Einsatzfahrzeug.

Marcel Kreutz ist Betreuer der Jugendfeuerwehr des Löschzugs 1 in Erftstadt.

Marcel Kreutz ist Betreuer der Jugendfeuerwehr des Löschzugs 1 in Erftstadt. Zuletzt stand eine große Übung für den Feuerwehrnachwuchs an.

Wenn alle im Zeltlager noch in den Federn, oder besser gesagt im Schlafsack, liegen, ist er längst auf den Beinen. Er besorgt die Brötchen, bereitet Rührei zu und kümmert sich um das Frühstück für alle. Marcel Kreutz ist Betreuer bei der Jugendfeuerwehr des Löschzugs 1 in Erftstadt.

„Dafür bin ich irgendwie ein bisschen bekannt“, sagt er und lacht. Arbeitsbedingt werde er immer gegen 4 oder 4.30 Uhr wach. Auch im Zeltlager, das kürzlich bei der Jugendfeuerwehr auf dem Programm stand, nutzte er die Zeit, als alle noch schliefen, und stand gegen 5 Uhr auf. 

Der 37-Jährige ist Berufskraftfahrer und gelernter Land- und Baumaschinenmechaniker. Seit 2007 sei er in der Feuerwehr aktiv. Seit etwa zwölf Jahren engagiert er sich als Betreuer in der Jugendfeuerwehr des Löschzugs 1. Der Löschzug setzt sich aus den Einheiten Ahrem, Erp, Herrig und Lechenich zusammen.

Erftstadt: Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr

Jede Woche findet laut Kreutz eine Übung der Jugendfeuerwehr statt. „Dann ist immer was los hier“, so Kreutz. Etwa 18 Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren seien bei der Jugendfeuerwehr dabei, sagt er. Mit 18 Jahren wechselten sie schließlich in den aktiven Übungs- und Einsatzdienst.

Marcel Kreutz ist einer von etwa zehn Betreuerinnen und Betreuern, „die im Hintergrund unterstützen“ – sei es bei der Fahrzeugbedienung, im Zeltlager samt Auf- und Abbau oder bei der Planung von Veranstaltungen. „Ich mache zusätzlich auch noch im ganzen Stadtgebiet die Kleiderkammer der Jugendfeuerwehr mit.“

Ein Mann mit Helm spricht mit zwei anderen jungen Männern in orangenen Helmen, die von hinten zu sehen sind.

Marcel Kreutz im Gespräch mit dem Feuerwehrnachwuchs.

Doch damit endet sein Engagement noch nicht: Kreutz übernehme zudem die Technikleitung des gesamten Löschzugs. Dabei überprüfe er die Fahrzeuge und nehme Schäden auf. Ohne Einsatz komme er so auf etwa zehn bis 15 Stunden pro Woche – Stunden, die er augenscheinlich gern investiert. „Es ist reichlich“, sagt er und schmunzelt. 

Was ihm sein Ehrenamt gibt? „Die Abwechslung, die tolle Kameradschaft, die wir hier im Löschzug haben“, betont er. Auch das Einsatzgeschehen sei sehr interessant. Sicherlich freue er sich über das Vertrauen der Verantwortlichen, dass man ihm zutraue: „Der Marcel macht das schon.“

Übung der Jugendfeuerwehr: Simulierter Brand in einer alten Scheune am Ortsrand von Herrig

An diesem Tag ist er Organisator für eine „etwas größere Übung“ der Jugendfeuerwehr. Elf Nachwuchsfeuerwehrmänner und -frauen sind dabei. Ihr Einsatz: einen Brand in einer Scheune auf einem Feld hinter dem historischen Schöddershof am Ortsrand von Herrig zu löschen. Natürlich ist dort nicht wirklich ein Feuer ausgebrochen, und auch die Schläuche richten sie nicht auf, sondern lediglich neben die Scheune.

Zu sehen sind Löscharbeiten an einer Scheune auf einem Feld.

Die Übung: einen Brand in einer Scheune löschen.

Einer seiner Schützlinge, der bei der Übung die Rolle des Einsatzleiters übernimmt, sagt: „So eine große Übung hat man natürlich selten mit so einer schönen Location.“ Es sei wichtig, dass Marcel Kreutz sie anleite. Mit ihm hätten sie jemanden, an den sie sich halten könnten.

Die Herausforderung: „Weil die Scheune etwas außerhalb vom Ort liegt, muss eine längere Löschwasserversorgung hergestellt werden. Das ist etwas anspruchsvoller, gerade bei der Witterung“, sagt Kreutz. Denn am Tag der Übung ist es sehr warm. Wegen der Temperaturen müssen die Jugendlichen auch nicht die komplette Uniform tragen. 

Marcel Kreutz hilft ihnen, gibt Tipps und korrigiert, wenn es sein muss. Manchmal müsse man sie ein bisschen bremsen, sagt er, lacht und ergänzt: „Es macht einfach Spaß.“

Den Spaß merken ihm auch seine Schützlinge an: „Marcel hängt sich da echt gut rein. Er macht einen super Job, ist immer gut drauf, engagiert sich super – toller Kerl“, betont der Jugendfeuerwehrmann, der als Einsatzleiter fungierte. Und nicht zu vergessen: Das Frühstück sei seine Spezialität, fügt er hinzu.