Das Arbeitspapier bis 2030 trägt den Titel „Wir übernehmen Verantwortung“. Was sich dahinter verbirgt.
Halbes Jahr nach der WahlSchwarz-Grün im Erftstädter Rat

Koalition eingetütet, mit klaren personellen Vorteilen für den kleineren Partner: (v.l.): Stephanie Bethmann, Tina Conrady, Kathleen Bausch, Thommy Mewes (Grüne), Stephan D. Bremer und Petra Dünnwald (CDU).
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Was sich in den vergangenen Monaten in der Erftstädter Kommunalpolitik bereits abgezeichnet hatte, ist nun offiziell: Ein halbes Jahr nach der Kommunalwahl im September 2025 haben CDU und Grüne in Erftstadt am Dienstagabend (17. März) einen Koalitionsvertrag geschlossen. Die Spitzen von Partei und Fraktion haben das Arbeitspapier mit dem Titel „Wir übernehmen Verantwortung“ für die verbleibenden viereinhalb Jahre bis zur Kommunalwahl 2030 unterzeichnet.
In einer nur von den Grünen verschickten Pressemitteilung heißt es, das gemeinsame Arbeitsprogramm solle Erftstadt in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten finanzpolitische Stabilität und zukunftssichere Investitionen garantieren. Schwerpunkte seien die Haushaltskonsolidierung, die Stärkung der Sicherheit und Ordnung sowie eine moderne Infrastruktur. Zudem setze die Koalition einen klaren Schwerpunkt auf die bauliche Vorsorge gegen Extremwetter, um Erftstadt dauerhaft krisenfest aufzustellen.
CDU-Fraktionschef sieht verlässliche und handlungsfähige Koalition
Nach Angaben von CDU-Fraktionschef Stephan D. Bremer stehe Schwarz-Grün für Verlässlichkeit und Handlungsfähigkeit. Dazu gehöre es, „Erftstadt als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln und die bedarfsgerechte Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, der Ausbau sicherer Verkehrswege und der langfristige Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen wie der Erftaue“.
Stephanie Bethmann und Kathleen Bausch, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sehen gute Voraussetzungen für ihre Stadt. Als Beispiele nennen sie die Ansiedlung der Hochschulen, die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts und ortschritte bei der Schaffung neuer Gewerbe- und Wohngebiete. Für sie sei diese Koalition die richtige Entscheidung, weil sie auf Sacharbeit setze statt auf Blockade.
