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„Dringend erforderlich“Stadtrat beschließt höhere Gebühren für die Musikschule Erftstadt

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Zu sehen ist ein Baum vor einem Gebäude in der Sonne.

Das Anneliese Geske Musik- und Kulturhaus ist seit 2014 das Hauptgebäude der städtischen Bernd-Alois-Zimmermann-Musikschule.

Kritisiert wurde zuletzt, dass künftig nur noch die Mitgliedschaft in einem Ensemble kostenfrei ist. 

Der Stadtrat hat am Mittwoch (15. Juli) die neue Gebührensatzung für die Musikschule mehrheitlich abgenickt. Unter anderem ist künftig nur noch die Mitgliedschaft in einem Ensemble kostenfrei, für jedes weitere fallen Gebühren an. Dagegen stimmten die Fraktionen von SPD und Die Linke sowie die Gruppe FW/Aufbruch.

Die SPD beantragte unter anderem, dass Kinder und Jugendliche weiterhin kostenfrei an mehreren Ensembles teilnehmen können. „Die von der Verwaltung vorgeschlagene Gebührensatzung beinhaltet Erhöhungen und Einschränkungen, die insbesondere Familien stärker belasten“, heißt es im Antrag.

Erftstadt: Zehn Ensembles verzeichnen laut Bürgermeisterin  keine Einnahmen

Susanne Loosen (SPD) begründete den Antrag auch damit, dass man Familien entlasten wolle. Der Antrag fand keine Mehrheit, dafür stimmten SPD und Linke. FDP-Fraktionschefin Renate Wintz betonte, dass alle Bürger aus Erftstadt das Defizit auffangen müssten, auch Familien.

Zuletzt hatten sich Ensemblemitglieder, Eltern, Förderer und Unterstützer der Musikschule in einem offenen Brief an die Bürgermeisterin, Politik und Verwaltung gewandt. Sie baten, „die Auswirkungen der geplanten Änderungen auf die Ensemblearbeit noch einmal zu überdenken“.

Erftstadts Bürgermeisterin Carolin Weitzel verteidigte die Änderung. Das sei „dringend erforderlich, um den Fortbestand der Musikschule der Stadt Erftstadt zu sichern“.

Es gebe 25 Ensembles. Bei zehn Ensembles verzeichne die Musikschule keine Einnahmen, da alle Musizierenden Musikschülerinnen und -schüler seien. Dies entspreche einem Kostenfaktor von etwa 22.000 Euro im Jahr. Auch alle anderen Ensembles und Orchester seien nicht kostendeckend, schreibt sie.


Die Kosten

Die Gebühren für Erwachsene steigen: Wöchentlich 30 Minuten Einzelunterricht für Erftstädter sollen pro Monat nun 96 Euro kosten (plus 5 Euro), 14-tägig 52 Euro (plus 7 Euro); 45 Minuten wöchentlich pro Monat 150 Euro (plus 13 Euro), alle zwei Wochen 83 Euro (plus 13 Euro).

Auswärtige Nutzer sollen für wöchentlich 30 Minuten Einzelunterricht pro Monat 114 Euro zahlen (plus 5 Euro), alle zwei Wochen 61 Euro (plus 7 Euro); 45 Minuten wöchentlich sollen 204 Euro pro Monat kosten (plus 40 Euro), alle zwei Wochen 107 Euro (plus 23 Euro). Der 60-minütige Einzelunterricht für Erwachsene soll entfallen. 

Die Einzelunterrichte für Kinder/Jugendliche aus Erftstadt und auswärts werden um 2 Euro im Monat teurer, der wöchentliche 30-minütige Einzelunterricht und 60 Minuten alle 14 Tage werden 5 Euro im Monat. (eva)