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„Safe Space“-KonzeptOhne Termin, auf Wunsch anonym: Hilfe für Jugendliche in der Apotheke

In zwei Erftstädter Apotheken finden Jugendliche bei Mobbing, seelischen Problemen oder Gesundheitsfragen ein offenes Ohr und Hilfe bei der Suche nach Beratung.

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Apotheken bieten Hilfe an.

Jugendliche, die unter Mobbing leiden, die seelische Probleme haben oder einfach Fragen zur Gesundheit oder zu Medikamenten stellen wollen, finden bei den Abels Apotheken in Erftstadt nun eine Anlaufstelle. In der Apotheke am Bürgerplatz in Liblar und in der Land-Apotheke auf der Luxemburger Straße in Erp können junge Leute ohne Termin, ohne Versichertenkarte und auf Wunsch anonym vorsprechen.

Erster Karrieretag

Dieses „Safe Space“-Konzept stellen die Abels Apotheken auch beim ersten Karrieretag in Erftstadt am Donnerstag, 5. November, vor. Der Karrieretag findet von 10 bis 16 Uhr bei „Eventwerk-live“ im Wirtschaftspark Lechenich am Albert-Einstein-Ring 4-6 statt.

Zuhören und den richtigen Ansprechpartner finden

„Wir sind keine Therapeuten und stellen keine Diagnosen“, sagt Inhaberin Laura Abels. „Aber wir können zuhören und helfen, den richtigen Ansprechpartner zu finden. Viele Jugendliche trauen sich nicht, bei einer Beratungsstelle anzurufen. Das machen wir auf Wunsch gemeinsam.“

Idee der Jugendbewegung OurGenerationZ

Die Idee stammt von der bundesweiten Jugendbewegung OurGenerationZ (OGZ), heißt es in einer Mitteilung der Abels Apotheken. Am Anfang stand die Frage, wohin junge Menschen tatsächlich gehen würden, wenn der erste Schritt schwerfällt. Die Antwort: in die Apotheke. Denn sie sind wohnortnah und ohne Termin erreichbar, ein vertraulicher Umgang miteinander sei sichergestellt.

Umgesetzt wird das Konzept vom „Marktplatz der Gesundheit“, einem Netzwerk von Apotheken, das Prävention vor Ort mit Schulen, Unternehmen und Vereinen betreibt. Wissenschaftlich begleitet wird es unter anderem von der Freien Universität Berlin.

Apotheke als Lotse und Brücke

Die Safe-Space-Apotheke versteht sich dabei als Lotse, nicht als Ersatz für bestehende Hilfen. „Erftstadt hat gute Angebote für junge Menschen“, sagt Laura Abels. „Wir möchten eine Brücke dorthin sein, gerade für Jugendliche, die nicht wissen, an wen sie sich wenden können.“

Gespräche fänden an einem ruhigen Ort statt, das Team arbeite mit einer Liste regionaler Hilfestellen zusammen. Die Jugendlichen würden nicht registriert, und jeder Schritt werde gemeinsam abgestimmt, solange keine akute Gefahr bestehe.

Umfrage zum Arbeitsplatz

Beim Karrieretag, den die Abels Apotheken als Sponsor unterstützen, geht es neben den Ausbildungsberufen auch um die Frage, wie junge Menschen gut im Berufsleben ankommen. Besucherinnen und Besucher können am Stand der Apotheke an einer Umfrage der OGZ teilnehmen: Wie sieht ein Arbeitsplatz aus, an dem sich junge Menschen sicher und wohlfühlen?

„Das ist ein Thema für alle Erftstädter Betriebe“, so Laura Abels. „Wir laden Jugendliche und Unternehmen ein, mitzumachen.“ (rtz)