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KinderbuchAutorenduo aus Frechen beleuchtet die Entstehung der Erde

3 min
Eine Frau und ein Mann lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind Bücher in einem Regal zu sehen.

Die Autoren Dagmar und Heino Falcke auf der Leipziger Buchmesse.

Jana und ihr Papa reisen mit dem Zelt auf einen Naturcampingplatz in die Vulkaneifel. Eine Woche lang erleben sie Unglaubliches.

Kinder können ihren Eltern ja schon mal Löcher in den Bauch fragen. Wie gut, dass Janas Papa im Kinderbuch „Kekskrümel unterm Himmelszelt“ Sternforscher ist und viele ihrer Fragen beantworten kann. Genauso wie Heino Falcke. Der preisgekrönte Astrophysiker kennt sich bestens aus zwischen Himmel und Erde, er hat mit seinem Team das erste Foto eines Schwarzen Loches gemacht.

Eine Zeitreise beginnt

Nun hat er zusammen mit seiner Frau Dagmar, Schulleiterin der Grundschule Frechen-Grefrath, nach dem großen Erfolg der „Kekskrümel im All, Wie groß ist die Unendlichkeit?“ ein zweites Kinderbuch zum Thema geschrieben. Mit dem Zelt reisen Jana und ihr Papa auf einen Naturcampingplatz in die Vulkaneifel. Eine Zeitreise beginnt, die beiden Abenteurer erleben eine Woche lang Unglaubliches.

Jana stellt Fragen, die ihr Papa beantwortet, wenn er die Antwort kennt. „Papa, woher weiß ich, wo ich zu Hause bin?“ „An vielen Orten“, antwortet Papa und erklärt ihr, dass unser Zuhause, die Erde, vor circa  4,5 Milliarden Jahren aus Staub, der sich um die Sonne drehte, entstanden ist. „Es ist ein Reise- und Nachdenkbuch und zugleich ein Plädoyer für Abendrituale“, erklärt Heino Falcke.

Wunder der Natur

„Die gemeinsame Zeit von Erwachsenen und Kindern beim Lesen ist enorm wichtig. Wenn Kinder Fragen stellen, man zusammen nach Antworten sucht und den Gedanken und Ideen der Kinder Raum gibt, ist das sehr wertvoll.“ Im Hause Falcke war das so. Mit ihren drei inzwischen erwachsenen Söhnen haben sie früher viel über Wissenschaft gesprochen, philosophische Gespräche waren auch dabei.

„Angesichts der Erdgeschichte ist die Zeit, in der Menschen auf der Erde leben, nicht mehr als ein Augenzwinkern“, erklärt Papa im Buch. Jana erfährt, wie der Mond vor über vier Milliarden Jahren in den Himmel gespritzt wurde und warum es ohne Mond keine Sommerferien auf der Erde gäbe. Papa erzählt von einem Riesenunglück rund 100 Millionen Jahre später, als nach einem Zusammenstoß mit dem Planeten Theia der Mond entstand.

Jana hört vom tausendjährigen Regen, der die Erde mit einem riesengroßen Ozean bedeckte. Bei einem Ausflug in die Vulkaneifel fragt sie: „Können die Vulkane hier wieder ausbrechen?“ Denn einst spritzte hier Lava aus dem Meer wie heiße Tomatensoße aus einem Topf blubbert. Papa erzählt von Riesentausendfüßlern, so groß wie Autos, die vor mehr als 200 Millionen Jahren auf der Erde lebten und erklärt, warum es keine Dinosaurier mehr gibt.

Dabei isst er Kekse, die im Zelt auch schon mal krümeln. Jana sagt: „Bei all den Wundern der Natur fühle ich mich so klein wie ein Kekskrümel“ und ist beeindruckt, wie viel Spannendes man vor der eigenen Haustür erleben kann. Die spannenden Texte ergänzen beeindruckende Fotos, viele von den Falckes selbst sowie stimmungsvolle Illustrationen von Gareth Ryans.

Wir muten den Kindern mit dem Buch schon einiges zu
Heino Falcke, Astrophysiker und Kinderbuchautor

„Bei einer Lesung in unserer Schule waren die Kinder von Fantasie und Wissenschaft gleichermaßen fasziniert“, sagt Dagmar Falcke. „Sie interessierten sich für die Entstehung der Erde, wollten aber auch wissen, wo Janas verschwundene Kuschelmaus geblieben ist und warum die Kekse krümeln“, erinnert sich die Schulleiterin. Heino Falcke ergänzt: „Wir muten den Kindern mit dem Buch schon einiges zu. Aber wenn sie sehen, wie verrückt und spannend die Natur ist, werden vielleicht auch sie zu Entdeckern und Abenteurern.“

Das Kinderbuch „Kekskrümel unterm Himmelszelt – Wie entstand unsere Erde?“ von Dagmar und Heino Falcke ist im Fischer & Sauerländer Verlag erschienen. ISBN 978-3-7373-7494-1, Hardcover, es kostet 17,90 Euro.