Für das Parkhaus soll eine Gebühr von einem Euro pro Stunde beschlossen werden, es soll eine „Brötchentaste“ gelten.
Vorschlag der VerwaltungSo viel soll Parken in der Innenstadt von Frechen in Zukunft kosten

Der Blick auf das Parkhaus von der Josefstraße aus, es soll nun gebührenpflichtig werden.
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Die Diskussion um die Parkgebühren im neuen Parkhaus an der Josefstraße und in der Innenstadt von Frechen geht in die nächste Runde: Die Verwaltung hat für die kommende Ratssitzung am Dienstag, 14. Juli, Vorschläge für die Parkraumbewirtschaftung entwickelt. Damit hatte sie der Rat in seiner Sitzung im März einstimmig beauftragt. Gegen die Einführung von Parkgebühren hatte die CDU gestimmt.
Frechen: Steuerrückzahlungen von rund 1,2 Millionen Euro sind in Aussicht gestellt
Das Ende Mai eröffnete, rund 9,1 Millionen Euro teure Parkhaus soll kostenpflichtig werden, damit beim Finanzamt Vorsteuer geltend gemacht werden kann. Die Kämmerin Gudrun van Cleef hatte so mögliche Steuerrückzahlungen von rund 1,2 Millionen Euro für 2025 und 2026 in Aussicht gestellt. Als Konsequenz sollen auch die umliegenden Straßen nicht länger für Parkende kostenfrei bleiben – damit Besucher der Innenstadt nicht dorthin ausweichen.
Für das Parkhaus soll nun ein Entgelt von einem Euro pro Stunde beschlossen werden. Zudem soll dort eine sogenannte Brötchentaste gelten, das heißt, die ersten 15 Minuten wären kostenfrei. Zusätzlich schlägt die Verwaltung einen Tagestarif in Höhe von 10 Euro sowie einen Monatstarif von 50 Euro für Dauerparker vor. Wer den Abendtarif nutzt, soll fünf Euro zahlen. Er ist für die Zeit von 18 bis 7 Uhr des Folgetages vorgesehen.
Bewohnerparkausweis soll 100 statt 26 Euro kosten
Für die Parkplätze in umliegenden Straßen, die derzeit mit einer Parkscheibe bis zu zwei Stunden lang kostenfrei genutzt werden können, soll auch ein Euro Parkgebühr pro Stunde eingeführt werden. Die „Brötchentaste“ soll dort nicht gelten, um einen Anreiz für die Nutzung des Parkhauses zu schaffen. Für die Ausstellung von Bewohnerparkausweisen soll eine Jahresgebühr von 100 Euro beschlossen werden, derzeit beträgt sie 26 Euro.
Zudem empfiehlt die Verwaltung, die im Verkehrsausschuss beschlossene Verbesserung des Radverkehrs umzusetzen. Für den empfohlenen Ausbau des Radwegenetzes durch Anlage eines beidseitigen Schutzstreifens für Radler würden 56 Stellplätze im öffentlichen Straßenraum wegfallen. Dies beträfe die Franz-, die Franz-Hennes-, die Hüchelner- und die Breitestraße.
Zusätzlich soll der Rat die Verwaltung beauftragen, den Markt zur Auswahl der notwendigen Technologien für die Parkraumbewirtschaftung (zum Beispiel Apps oder Barzahlung) zu erkunden. Das Konzept soll dann in der darauf folgenden Ratssitzung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Die Rathaustiefgarage, die während des Baus des Parkhauses seit 2023 für die Öffentlichkeit freitags von 15 bis 19 Uhr sowie samstags von 9 bis 15 Uhr zugänglich gemacht worden war, soll für diese nun wieder geschlossen werden. Der Parkplatz Matthiasstraße soll kostenfrei bleiben.
