Für rund neun Millionen entstand der Neubau - Parken ist zunächst kostenfrei.
300 Auto-StellplätzeDas neue Parkhaus in Frechen ist geöffnet – auch 40 Plätze für Räder

Im kleinen Rahmen gab Bürgermeister Uwe Tietz (M.) das neue Parkhaus an der Alte Straße durch den obligatorischen Scherenschnitt frei.
Copyright: Wolfgang Mrziglod
Am Mittwochnachmittag (27. Mai) wurde in Frechen das neue Parkhaus an alter Stelle seiner offiziellen Bestimmung übergeben. Wegen der angespannten Haushaltslage erfolgte die Eröffnung ohne großen Aufwand, Bürgermeister Uwe Tietz erinnerte an die Vorgeschichte, die zum Bau des neuen Komplexes an der Ecke Josefstraße/Alte Straße führte und stellte die Vorzüge des Nachfolgers vor, bevor er zur Schere griff und damit den Weg frei gab.
,,Mit der Eröffnung setzt die Stadt ein wichtiges Zeichen für die Erreichbarkeit der Frechener Innenstadt. Das neue Parkhaus bietet neben den Pkw-Stellplätzen auch 40 Fahrradabstellmöglichkeiten, einen Aufzug sowie eine klare, helle Wegeführung“ hieß es bei der Vorstellung durch Bürgermeister Uwe Tietz. „Mit dem Parkhaus Josefstraße schaffen wir ein spürbares Plus an Komfort und Erreichbarkeit für unsere Innenstadt. Gerade für ältere Menschen, Familien und Besucherinnen und Besucher des Stadtsaals ist das ein wichtiges Signal.“
Frechen: Parkhaus-Neubau kostete rund neun Millionen Euro
Bis zur letzten Minute wurde im Parkhaus gearbeitet, der Staub weggepustet, die Scheiben der Eingangstüren noch einmal gewienert. Dann war fast alles das erledigt, was beim ersten Spatenstich im Januar des vergangenen Jahres prophezeit worden war. Über 300 Stellplätze bietet das neue Haus, die drei oberen Etagen sind über zwei Treppenhäuser und einen Fahrstuhl zu erreichen, im Erdgeschoss gibt es nicht nur die Anlagen zum Abstellen der Fahrräder, auch Parkplätze für Anwohner bzw. Dauermieter und E-Kfz wurden markiert. Die Ladesäulen für die E-Autos allerdings fehlen noch, da laufen derzeit Verhandlungen mit diversen Strom-Anbietern.

Der Weg ins neue Parkhaus führt auch weiterhin über die bekannte Anbindung von der Alte Straße.
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Allerdings hatte sich die Bauzeit um fünf Monate verlängert. Notwendige statische Anpassungen und der unvermutete Fund eines historischen Töpferofens am Rand der Alte Straße sowie zusätzliche Anforderungen an die Fassadengestaltung ließen die Terminpläne platzen. Die endgültige Gestaltung der Fassade soll nun im ersten Quartal des kommenden Jahres vorgenommen werden, wie Bürgermeister Tietz erklärte. Insgesamt hat der Neubau rund neun Millionen Euro gekostet.
Die Nutzung der Stellplätze erfolgt zunächst im Rahmen eines ,,Soft Openings“, bis der Stadtrat am 14. Juli über das neue Parkraumkonzept entscheidet. In dieser Übergangsphase ist ein kostenfreies Parken vorgesehen. Wie am Rande der Neueröffnung zu erfahren war, würde bei einer kostenpflichtigen Nutzung des Parkhauses keine Schrankenanlage eingebaut werden. Favorisiert wird hier eine digitale Erfassung, die Details dazu werden noch erarbeitet.
