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Vier VerletzteFeuer vernichtet Obdachlosenunterkunft in Hürth

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Zeitweise war wegen der starken Rauchentwicklung auch die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr nicht zu sehen.

Zeitweise war wegen der starken Rauchentwicklung auch die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr nicht zu sehen.

Rund 50 Feuerwehrleute waren am Samstagmorgen gegen 4 Uhr im Einsatz. Die Brandursache ist unklar.

Bei einem Brand in einer Obdachlosenunterkunft in der Spijkenisser Straße in Hürth-Hermülheim sind am Samstagmorgen (13. Juni) vier Bewohner verletzt worden. Rettungskräfte brachten sie nach der Erstversorgung am Einsatzort im Rettungswagen in die Krankenhäuser nach Frechen und Hürth. Die Ursache für das Feuer ist unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Gemeldet wurde das Feuer gegen 4 Uhr in der Nacht. „Als wir eintrafen, hatten alle zwölf Bewohner das Gebäude bereits verlassen“, berichtete der Sprecher der Feuerwehr Hürth, Helmut Schmitz.

Hürth: Rauchmelder im mehrere Hundert Meter entfernten Gymnasium ausgelöst

Einige von ihnen saßen auf einem Mäuerchen – in die wärmenden Decken der Feuerwehr gehüllt – starrten sie mit leeren Blicken auf die Flammen. Sie hatten in diesen Minuten alles verloren, was sie besaßen – hatten nur noch das Hemd und die Kleidung, die sie am Leib trugen.

Der komplette Wohncontainer brannte lichterloh. „Die Flammen schlugen aus den Fenstern und Türen“, beschrieb Schmitz das Szenario. Der starke Rauch, der bis in den Vormittag hinein wie dicke Nebelschwaden durch Hürth-Hermülheim zog, war so heftig, dass sogar die Rauchmelder in dem einige Hundert Meter entfernten Ernst-Mach-Gymnasium ausgelöst wurden.

Die Feuerwehr öffnete auch die Verkleidung, um das Feuer zu löschen.

Die Feuerwehr öffnete auch die Verkleidung, um das Feuer zu löschen.

Über die Nina-Warnapp wurde um 4.41 Uhr auch die Bevölkerung gewarnt und gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten und Klimaanlagen und Lüftungen abzuschalten.

Unter der Einsatzleitung von Michael Frey waren mehr als 50 haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute aus Hürth am Einsatzort. Feuerwehrleute aus Brühl unterstützten sie. Gelöscht wurde das Gebäude unter schwerem Atemschutz im Außenangriff von mehreren Seiten. Maximal 20 Minuten können die Einsatzkräfte in der schweren Ausrüstung löschen – dann muss gewechselt werden. Immer wieder waren bei den Löscharbeiten auch kleine Explosionen aus dem Inneren des Gebäudes zu hören.

Dichter Rauch stieg aus den Wohncontainern auf.

Dichter Rauch stieg aus den Wohncontainern auf.

Mit Spitzhacken rissen die Feuerwehrleute auch die Außenhaut des Wohncontainers auf, um so an die Brandnester in der Gebäudeisolierung zu gelangen – im weiteren Einsatzgeschehen wurde auch das Mobiliar aus Wohncontainer geholt, um es draußen erneut abzulöschen.

Die durch den Brand nun obdachlos gewordenen Menschen werden laut Helmut Schmitz im Laufe des Tages auf andere Unterkünfte im Stadtgebiet verteilt.