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Zwei Menschen starbenUrteil im Prozess um Hürther Unfalldrama wird gefällt

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Der 21-Jährige erfasste die Schülerin und den Schulbegleiter frontal mit seinem Wagen.

Der 21-Jährige erfasste die Schülerin und den Schulbegleiter frontal mit seinem Wagen.

Die Staatsanwaltschaft will den 21-Jährigen für viereinhalb Jahre ins Gefängnis schicken. Sein Verteidiger bittet um eine „milde Strafe“.

Viereinhalb Jahre Haft hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch (8. Juli) in ihrem Plädoyer für einen 21-Jährigen gefordert, der im Juni 2025 in Hürth mit seinem BMW in eine Fußgängergruppe gefahren war. Ein Mädchen (10) und ein junger Mann (25) wurden schwer verletzt, sie starben wenige Tage später im Krankenhaus.

Die 27. Große Strafkammer verkündet am Freitag (10. Juli) in Saal 142 des Landgerichts Köln das mit Spannung erwartete Urteil. An sechs Prozesstagen, darunter ein Ortstermin an der Unfallstelle an der Frechener Straße/Theresienhöhe in Hürth, hat das Gericht versucht, Licht hinter die Umstände des verheerenden Unfalls zu bringen.

Vollends ist dies nicht gelungen. Auch bis zum Ende der Beweisaufnahme blieb der wegen anderer Verkehrsdelikte vorbestrafte 21-Jährige bei seiner Version: Er sei bei Gelb über die Ampel gefahren, sei kurz abgelenkt gewesen und habe die Viertklässler, deren Lehrerinnen und Betreuer erst gesehen, als es zu spät gewesen sei: Da sei es schon zum Zusammenstoß gekommen, durch den Avin und Luis Paulo Jochim ums Leben gekommen sind. 

Gutachter und zahlreiche Zeugen widerlegten die Schilderung des Angeklagten. Nach umfangreichen Untersuchungen kam ein Sachverständiger zu dem Ergebnis, dass die Ampel bereits vier Sekunden Rot gewesen sein muss, als der 21-Jährige mit seinem 5er BMW in die Kreuzung fuhr.

Dessen Anwalt hatte am Mittwoch in seinem Plädoyer um eine „milde Strafe“ für seinen Mandanten gebeten.