Das aktuelle Fahrzeug würde Ende 2027 seine geplante Nutzungsdauer von 20 Jahren erreichen und sollte ursprünglich erst dann ersetzt werden.
Kosten von 1,1 Millionen EuroStadt Frechen muss ein neues Feuerwehrfahrzeug anschaffen

Das alte Hubrettungsfahrzeug war in einen Unfall verwickelt und müsste für 200.000 Euro instand gesetzt werden (Symbolfoto).
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Die Stadt Frechen muss ein neues, rund 1,1 Millionen Euro teures Hubrettungsfahrzeug anschaffen. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung dem Kauf einstimmig zugestimmt. Die Verwaltung begründete die Neuanschaffung damit, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sei, ein entsprechendes Hubfahrzeug bereit zu stellen.
Das aktuelle Fahrzeug würde Ende 2027 seine geplante Nutzungsdauer von 20 Jahren erreichen und sollte ursprünglich erst dann ersetzt werden. Da es aber einen Unfall gehabt habe, instand gesetzt und nach Vorschrift regulär technisch gewartet werden müsste, würden rund 200.000 Euro an Kosten für das alte Fahrzeug anfallen. Der derzeitige Marktwert liegt laut Stadt bei 50.000 Euro, die als Erlös noch erzielt werden könnten.
Frechen: Kosten und Ausfallzeiten seien nicht mehr vertretbar
Die Ausfälle des Hubrettunsgerätes hätten in den vergangenen Monaten aufgrund altersbedingter Defekte bereits deutlich zugenommen. Sowohl Kosten als auch die Ausfallzeiten seien nicht weiter vertretbar. Das Fahrzeug soll infolge des Beschlusses des Rates nun noch in diesem Jahr beschafft werden.
Die 1,1 Millionen Euro werden durch zwei andere Haushaltspositionen gedeckt, die zurückgestellt oder nicht benötigt werden. So waren 714.000 Euro für die Anschaffung von einem flächendeckenden Sirenennetz als Warnsystem vorgesehen. Mit Kerpen ist Frechen die einzige Kommune im Rhein-Erft-Kreis, in der es kein Sirenensystem gibt. Im Notfall sollen in Frechen die Meldungen durch mobile Warnfahrzeuge verbreitet werden.
Laut Verwaltung stehe aktuell noch nicht fest, wann und wie das Sirenennetz installiert werden solle. Dies würde noch weitere Jahre benötigen, zudem sollen Förderprogramme dafür geprüft werden. Der andere Posten, 386.000 Euro, ist für die Beschaffung von Fahrzeugen für die Feuerwehrschule vorgesehen. Dies soll nun in den beiden nächsten Jahren geschehen.
