Zur 50. Kreisdelegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes kamen rund 300 Ehrenamtliche zusammen. 98.843 Alarmierungen im Jahr 2025.
DelegiertenversammlungEin Dankeschön für die Arbeit der Feuerwehrleute im Rhein-Erft-Kreis

Über 300 Ehrenamtliche waren zur 50. Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes nach Kaster in die Halle der St. Martinus Schule gekommen.
Copyright: Oliver Tripp
Ein Treffen mit Feuerwehrkameraden auch aus Nachbarstädten lassen sich viele der Ehrenamtlichen nicht entgehen. „Dazu lernen, dabei sein, alte Freunde treffen“, beschrieb der Pulheimer Feuerwehrmann aus der Ehrenabteilung, Heinz Wieland, den Wert der Delegiertenversammlung.
In der Halle der St.-Martinus-Schule in Kaster versammelten sich 300 Ehrenamtliche zur 50. Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes – mehr als Stühle da waren. „Beim nächsten Mal werden wir eine größere Halle nehmen“, versprach der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Peter Fenkl.
Bedbureg: Respekt und Lob für die Arbeit der Wehrleute
Kreisbrandmeister Thomas Weiler begrüßte Gäste aus Politik und Verwaltung, darunter den stellvertretenden Bürgermeister des Gastgebers Bedburg, Rudolf Nitsche. Rudolf Nitsche bedankte sich bei den Feuerwehrleuten für den Einsatz während des Hochwassers in Bedburg im September 2025 und die Rettung eines Kleinkindes aus einem Erdloch in Bedburg-Lipp. Der Einsatz der Feuerwehrleute verdiene Respekt, sagte Nitsche, dank des Organisationsteams des Kreisfeuerwehrverbands funktioniere auch die interkommunale Zusammenarbeit.
Rhein-Erft-Kreis: Im Jahr 2025 gab es 98.843 Alarmierungen der Feuerwehr
Landrat Frank Rock blickte auf den Kern des Feuerwehrwesens: „Verlässlichkeit, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Verantwortung für andere zu übernehmen.“ Zahlen zu Einsätzen im Jahr 2025 hatte der Landrat mitgebracht. Im Rettungsdienst seien 98.843 Alarmierungen verzeichnet, dazu 7606 Einsätze der Feuerwehren im Brandschutz, bei technischen Hilfeleistungen, Gefahrgut und Tierrettungen sowie zusätzliche 761 Einsätze bei Sturm- und Unwetterlagen.
Interkommunale Zusammenarbeit sei längst Voraussetzung für moderne und leistungsfähige Gefahrenabwehr, sagte Rock. Er wies auf veränderte Rahmenbedingungen hin. Krisenvorsorge, Resilienz und Zivilschutz seien in den Fokus gerückt. Themen wie Alarmplanung, Geheimschutz und Bündnisverteidigung seien Teil der kommunalen Arbeit im Amt für Gefahrenabwehr, Brand- und Bevölkerungsschutz geworden.

Der Löschzug Kirch-Grotttenherten kochte für die Feuerwehrleute Hähnchengeschnetzeltes in Rahmsauce und Herrencreme zum Dessert.
Copyright: Oliver Tripp
Ein erster politischer Grundsatzbeschluss für ein neues Gefahrenabwehrzentrum und die Erneuerung der Leitstelle trage dem Rechnung. Der Ministerialrat aus dem Innenministeriums, Bernd Gessmann, stellte Neuerungen in der Zusammenarbeit der Landesbehörden mit den Landkreisen im Katastrophenfall vor. Als Lehre aus der Hochwasserkatastrophe 2021 würden Feuerwehrleute zukünftig die Arbeit der Polizeibeamten in Landesbehörden ergänzen.

Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands erhielt der ehemalige Kreisbrandmeister Heinz-Peter Brandenberg von Kreisbrandmeister Thomas Weiler und dem Vorsitzenden Peter Fenkl (v.l.n.r.).
Copyright: Olivre Tripp
Die Verleihung des Designpreises, von Ehrungen und Beförderungen rundeten den Delegiertentag ab. Viel Applaus ernteten die Schüler des Goldenberg-Berufskollegs, Marvin Gräf und Maxin Kieselmann. Sie hatten historische Gebäude aus den Kommunen zu einer Skyline des Rhein-Erft-Kreises zusammengeführt, die künftig die Fahrzeuge des Kreisfeuerwehrverbandes zieren wird.
Landrat Rock übergab den Schülern den mit 1250 Euro dotierten Preis des Wettbewerbs, den die Kreisverwaltung für die Berufskollegs ausgelobt hatte. Feuerwehrmann Rochus Ellmann erhielt das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze für seine Verdienste um die psychosoziale Unterstützung seiner Kameradinnen und Kameraden.
Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands erhielten der ehemalige Kreisbrandmeister Heinz-Peter Brandenberg und Udo Breuer von der Johanniter Unfall-Hilfe für kameradschaftliche Zusammenarbeit. Außerdem stellten sich Fabian Ufer als neuer Leiter der Kreisfeuerwehrschule vor, sowie fünf neue Ausbilder und eine neue Ausbilderin.
