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Lossprechung in FrechenDas sind die Prüfungsbesten der Tischler-Innung im Rhein-Erft-Kreis

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Männer und Frauen stehen und sitzen unter einem Sonnenschirm auf einer Bühne.

14 Junggesellinnen und -gesellen feierten das Bestehen ihrer Prüfung. Handwerkspräsident Thomas Radermacher (links stehend) gratulierte.

Innungsbester Lucas Julian Torge Becker von der Schreinerei Werres überzeugte mit einer Kommode mit Vitrinenelement aus Nussbaum.

Schreibtisch, Sideboard, Bett und Waschbeckenunterschrank – im Keramion in Frechen stellten am Wochenende die Prüflinge und künftigen Tischlergesellen ihre Abschlussarbeiten vor. Bei der Lossprechungsfeier der Tischler-Innung Rhein-Erft am Samstag feierten 14 von 17 Prüflingen das Bestehen ihrer Gesellenprüfung.

Der Kölner Handwerkspräsident Thomas Radermacher gratulierte und hob hervor, dass die Zeitenwende den Blick auf das Handwerk verändert habe: „Das Handwerk ist wieder cool und krisenfest.“

Frechen: Kölner Handwerkspräsident betont Bestand des Handwerks während der Coronapandemie

Radermacher betonte, dass während der Coronapandemie das Handwerk Bestand gehabt und durch Verlässlichkeit habe punkten können. Auch der Klimawandel und seine Folgen seien ohne das Handwerk kaum zu bewältigen. Für die Betriebe bringe das Aufträge, etwa weil Dächer erneuert, Heizungen modernisiert und Dämmungen eingebracht werden müssten.

Kritisch sah Radermacher die seiner Meinung nach „Überakademisierung“ als Folge der Bildungsreform in den 70ern, die die Handwerksberufe habe „unter dem Radar verschwinden“ lassen. Umso mehr freue es ihn, dass das Handwerk zurück sei und wieder mehr Anerkennung bekomme. Ein weiterer Vorteil laut Radermacher: Das Handwerk könne nicht durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden.

„In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 120.000 Arbeitsplätze in der Industrie gestrichen.“ Im Handwerk hingegen seien neue Arbeitsplätze geschaffen und viele Auszubildende nach bestandener Gesellenprüfung übernommen worden. „Sie haben eine gute Wahl getroffen“, versicherte er den Junggesellinnen und -gesellen.

Platz 2 belegt Christine Dehof, den dritten Platz nahm Paul Philip Stein entgegen

Trotz großer Hitze waren Freunde und Familien der Gesellinnen und Gesellen gekommen, auch um die Preisverleihung an die drei Prüfungsbesten mitzuerleben. Innungsbester ist Lucas Julian Torge Becker vom Ausbildungsbetrieb Schreinerei Werres in Bergheim. Er überzeugte mit seiner Abschlussarbeit, einer geölten Kommode mit Vitrinenelement aus amerikanischem Nussbaum.

Den zweiten Platz belegte Christine Dehof von der Kreisstadt Bergheim. Den dritten Platz nahm Paul Philip Stein von der Tischlerei Giefer in Brühl entgegen. Für Lucas Julian Torge Becker geht es in die zweite Runde. Er hat sich für den Vergleich auf Landesebene qualifiziert.

Außer den Innungsbesten wurden auch die Sieger des Innungswettbewerbs „Die Gute Form 2026“ ausgezeichnet. Dieser Vergleich legt den Fokus auf Kreativität. Erstplatzierte ist Flora Will, die in ihrem Ausbildungsbetrieb Hartwig Lüghausen Möbeldesign in Frechen lernte. Ihr Lowboard überzeugte die Jury. Den zweiten Platz holte Lucas Julian Torge Becker, drittplatzierter ist Maximilian Falkenberg (Schüller Staudner in Pulheim).

Zum ersten Mal vergeben wurde der Nachhaltigkeitspreis, den Paul Philip Stein erhielt. Sein Bett „Schlummerwerk“ ist aus Eschenholz. Verwendet hat er weder Lacke noch Metalle.