Sie marschierten 80 Kilometer, 7000 Euro kamen zusammen. Die Spenden kommen dem Kölner Förderverein für krebskranke Kinder zugute.
SpendenmarschFeuerwehrleute liefen in voller Montur durch den Rhein-Erft-Kreis

Pünktlich um 8 Uhr setzten sich Feuerwehrleute aus dem Kreis für einen Spendenmarsch in Bewegung.
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Was in Wesseling am Samstagmorgen begann, war weit mehr als ein sportlicher Spendenlauf. Feuerwehrleute aus dem Rhein-Erft-Kreis, Frauen und Männer, hatten sich vorgenommen, 80 Kilometer in voller Einsatzkleidung durch den Kreis zu marschieren – 16 Stunden lang von Wache zu Wache. Mit jedem Schritt sammelten sie Spenden für den Förderverein krebskranker Kinder Köln – und zeigten, was Einsatz und Zusammenhalt bedeuten.
Der Frechener Pascal Schlösser, der im Rettungsdienst arbeitet, hatte die Aktion unter dem Motto „Wir laufen bis ans Limit – für Kinder, die jeden Tag kämpfen“ angestoßen. Der 39-Jährige hat selbst nahe Angehörige an den Krebs verloren. Vor einigen Jahren war er bei einem bundesweiten Spendenlauf dabei. Seitdem wollte er so etwas auch im Rhein-Erft-Kreis organisieren.
Rhein-Erft: Kölner Förderverein für krebskranke Kinder
Mit seinen Mitstreitern Benjamin Henne und Daniel Krämer trieb er die Idee voran und nahm Kontakt mit dem Kölner Förderverein für krebskranke Kinder auf, der Familien begleitet, deren Alltag sich durch eine schwere Diagnose von einem Tag auf den anderen verändert. Die Spenden helfen dort, weiß Pascal Schlösser, wo medizinische Versorgung allein nicht ausreicht – bei der Betreuung der Familien, der Finanzierung wichtiger Angebote und der Unterstützung in einer belastenden Lebenssituation.
Mit den Frechener Kameradinnen und Kameraden kam er am Samstagmorgen nach Wesseling zum Startpunkt, wo zwölf Teilnehmende auf der Hauptwache am Kronenweg von den Einsatzkräften begrüßt wurden. Dann griffen sie nach ihrer Montur. Mit geübten Handgriffen zogen sie ihre Einsatzhosen, Jacken und Helme an. Zum Schluss schnallten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Pressluftflaschen auf den Rücken.
Ich finde es herausfordernd, wollte aber dabei sein
„Da trägt man dann schon bis zu 25 Kilogramm mit sich herum“, erklärte Pascal Schlösser. Statt der Stiefel waren Turnschuhe erlaubt. „Ich finde es herausfordernd, wollte aber dabei sein“, berichtete Stella Stroetzel, eine Teilnehmerin aus Frechen. „Wir haben uns mit Kraft- und Ausdauerübungen darauf vorbereitet und geschaut, wie wir mit Proteinen, Elektrolyten und Magnesium umgehen.“
Der Herausforderung gewachsen fühlte sich auch der Brühler Brandoberinspektor Matthias Stupp. „Ich habe schon viele kilometerlange Gebirgswanderungen gemacht“, erzählte er. Klar war allen: Es wird schweißtreibend an diesem Sommertag. Nach dem Start in Wesseling, Punkt 8 Uhr, kam die Gruppe um 8.54 Uhr nach gut fünf Kilometern auf der Wache in Brühl an. Von den Kameraden dort gab es Beifall, Getränke, Obst – und bei den Läuferinnen und Läufer noch lächelnde Gesichter.
Die erste 15-Minuten-Pause tat allen gut. Wer wollte, konnte auch von jeder Wache aus noch mitmarschieren. Danach wurden Hürth und Erftstadt besucht, dann folgten Kerpen, Bergheim und Pulheim. „Auf jeder Wache stand ein Empfangskomitee bereit, das war großartig und motivierend“, erzählte Pascal Schlösser am Sonntagmorgen. „Gegen Mitternacht sind wir ziemlich erschöpft, aber glücklich in Frechen wieder angekommen“, berichtete er.
Ins Ziel kamen drei Frauen und fünf Männer. „Und natürlich gab es Blasen an den Füßen“, so Schlösser. Ablenkung von schmerzenden Muskeln boten unterwegs Gespräche und Musik. Ein Begleitbus sorgte für ausreichend Getränke. Das Spendenergebnis ließ alle Entbehrungen vergessen. 5000 Euro waren anvisiert, erreicht wurden rund 7000 Euro.
