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Wettbewerb
Bürgerstiftung prämiert die schönsten Bilder über das Leben in Hürth

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Vor der Prämierung betrachteten die Gäste die eingereichten Arbeiten.

Vor der Prämierung betrachteten die Gäste die eingereichten Arbeiten.

Hürth – Zum sechsten Mal hatte die Bürgerstiftung Hürth die Bürgerinnen und Bürger der Stadt aufgerufen, sich kreativ und künstlerisch an ihrem Wettbewerb unter dem Thema „Leben in Hürth“ zu beteiligen. Nach Film-, Tanz- und Musikwettbewerben ging es diesmal um das Motto „Hürth auf Leinwand“.

Die Bildeinsendungen der Hürther und Hürtherinnen haben sich im positiven und kritischen Sinne mit dem Leben in Hürth befasst, wie Julia Priemer-Bleisteiner vom Vorstand der Bürgerstiftung berichtete. Nach einer internen Vorausauswahl durch die Organisatoren selbst wurde ein Dutzend Arbeiten ausgewählt, die dann von der Jury, der Inge Cürten-Noack vom Kunstsalon Gelbe Villa, der Künstler Bekir Dari und Siz Wagner als Vertreterin der Bürgerstiftung angehörten, bewertet wurden. Sie wählten die drei Preisträger aus, die am Wochenende im Alt-Hürther Löhrerhof ausgezeichnet wurden.

Hürth: Viele Künstler bannten den Otto-Maigler-See auf Leinwand

Kati Ulrich, Leiterin des städtischen Kulturamtes, übernahm die Moderation und Präsentation der auf Staffeleien aufgereihten Bilder im Rahmen einer kleinen Vernissage. Wie in jedem Jahr hatte die Bürgerstiftung Hürth drei Preise zur Verfügung gestellt. Der Sieger erhielt 1000 Euro, die beiden Nächstplatzierten 500 und 250 Euro. „Kunst ist Genuss“, so Kati Ulrich in ihrer Vorstellung der Arbeiten. Die Aufgabe des Wettbewerbs war es, die Stadt näher in den Blick zu nehmen und aufzuzeigen, was „unsere Stadt ausmacht“.

Die Form der Arbeiten war vielseitig. Sie reichten von der Strichzeichnung über Fotos und Fotocollagen bis hin zu Bildern, die mit Pinsel und Farbe entstanden waren. Im Mittelpunkt vieler Arbeiten stand der Otto-Maigler-See, es gab Blicke über die Felder in Richtung des Kölner Doms. Der Abriss der Alt-Hürther Gaststätte „Bei Paula“ war ebenso dokumentiert wie diverse Stadtansichten oder auch die Diskussion um die Efferener Stromtrasse, umgesetzt in einem fast malerischen Bild mit Sonnenuntergang.

Hürther Bürgermeister sieht Wettbewerb auch als Beitrag zur Integration

Auch Bürgermeister Dirk Breuer lobte die Arbeiten, die ihm vorgestellt wurden. In seinem Grußwort bemühte er den spanischen Künstler Pablo Picasso, der einmal die Frage „Was ist eigentlich Kunst?“ mit den Worten beantwortet hatte: „Wenn ich es wüsste, würde ich es für mich behalten.“ In dem Wettbewerb, bei dem es darum geht, die Stadt Hürth in Bildern zu skizzieren, ein Bild der Stadt herauszuarbeiten, so Breuer, sehe er auch einen Beitrag zur Integration von Neubürgern, um ein Gefühl für die neue Heimat zu entwickeln.

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Der erste Platz im diesjährigen Wettbewerb ging an Fiotka Paraskevaidis, die den in Hürth bekannten „Pavillon“ unter dem Motto „Hürther Treffpunkt“ auf Leinwand festgehalten hatte. Eine sehr zarte Collage mit dem Titel „La Vida de Hürth“ hatte Mario Oczko eingereicht. In seiner Arbeit hatte er mehrere Ansichten der Stadt in einem Bild zusammengefasst. Platz drei belegte Ursula Schmelzer mit ihrer Arbeit „Stadtleben“. Die Drittplatzierte hatte das zwölfteilige Logo der Stadt Hürth als Basis für ihre Arbeit genommen und die Kreise mit Hürther Ansichten gefüllt.

Die Bilder werden gegen Ende November auch für mehrere Tage in einem leerstehenden Ladenlokal im Hürth-Park zu sehen sein, wie am Rande der Vernissage verkündet wurde.